Schwindende Unterstützung für Ukraine: USA und globaler Süden distanzieren sich

Internationale Politik Nachrichten

Schwindende Unterstützung für Ukraine: USA und globaler Süden distanzieren sich
Ukraine-Krieg, US-Aussenpolitik, UNO-Sicherheitsrat

Während die USA bei der UNO-Sicherheitsratsitzung mit dem Botschafter statt dem Aussenminister vertreten sind, nimmt der politische Druck auf Russland ab. Der russische Aussenminister sieht die Europäer als Hauptschuldige, während Vertreter aus dem globalen Süden und Entwicklungsländern eigene Prioritäten setzen und die Ukraine weniger unterstützend begleiten. Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis erklärt diese Entwicklung mit den eigenen Problemen der Nationen und einer neuen Akzentuierung bei China und Indien.

Die USA nehmen an der Sicher­heits­rats­sonder­sitzung, anders als die Europäer, nicht mit ihrem Aussenminister teil, sondern bloss mit ihrem UNO-Botschafter Mike Waltz. Der fordert zwar ein Ende des Konflikts, doch ohne Russland entschieden zu verurteilen und der Ukraine entschlossen den Rücken zu stärken.

Unterstützung für Ukraine lässt nach Der russische Aussenminister Sergej Lawrow wiederum sieht gar die Europäer als Hauptschuldige am Krieg. Und Vertreter von Schwellen- und Entwicklungsländern halten sich, wie etwa jener Somalias bedeckt. Es gebe keine militärische Lösung, ist da zu hören, oder dieser Krieg müsse aufhören. Die Europäer, stellvertretend Dänemarks Aussenminister Laszlo Rasmussen, mögen noch so betonen, dass dieser Krieg global Schaden anrichte und es für die ganze Welt bedrohlich sei, falls sich Moskaus Aggression auszahle.

Die für die Ukraine bittere Realität auf der internationalen diplomatischen Bühne ist: Der politische und wirtschaftliche Druck auf Russland lässt nach. Und die US-Regierung scheint derzeit mehr interessiert an neuen Geschäften mit Moskau als an Hilfe für die Ukraine. Die Länder haben ihre eigenen Probleme Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis sieht die Gründe für die schwindende Unterstützung für die Ukraine bei den jeweils eigenen Problemen der Länder.

«Der globale Süden und viele Länder in der Welt haben inzwischen ihre eigenen, noch grösseren Probleme zu lösen», sagt Cassis. Deshalb würden sie dem Ukrainekrieg weniger Aufmerksamkeit schenken, als noch vor vier Jahren. Man hätte sich etwas arrangiert mit dem Krieg. Natürlich würde der globale Süden sich wünschen, dass der Krieg endet.

«Aber andere Prioritäten sind für grosse Länder wie China, Indien und so weiter wichtiger, als jetzt dieser Krieg in der Ukraine», sagt Cassis. Diskutieren Sie mit:

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

srfnews /  🏆 52. in CH

Ukraine-Krieg US-Aussenpolitik UNO-Sicherheitsrat Russland Globaler Süden

 

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

US-Aussenminister zu Grönland-Vereinbarung: China einhegenUS-Aussenminister zu Grönland-Vereinbarung: China einhegenUS-Aussenminister Marco Rubio sieht die Grönland-Vereinbarung als Schutz vor zu viel Einfluss Chinas auf die Arktisinsel an. Der Deal beinhalte, dass man gemeinsam mit Dänemark künftige Investitionen aus dem Ausland vorab überprüfen könne, sagte Rubio dem Sender Fox News.
Weiterlesen »

Rubio: Ukraine trifft Schiffe mit Öl für US-KonzerneRubio: Ukraine trifft Schiffe mit Öl für US-KonzerneUS-Aussenminister Marco Rubio wirft der Ukraine vor, bei Angriffen auf Russlands Ölindustrie auch Schiffe und Ölladungen in Verbindung mit den USA getroffen zu haben. In den vergangenen Monaten habe es mehrere Fälle gegeben, sagte Rubio dem US-Fernsender Fox News. «Vielleicht nicht absichtlich, aber trotzdem von der Ukraine getroffen.
Weiterlesen »

Rubio: Mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs sorgt USARubio: Mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs sorgt USADen USA bereitet nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio eine mögliche Ausweitung des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf weitere Länder Sorgen. Als möglichen Auslöser für so ein Szenario zählte er am Rande der UN-Generaldebatte in New York unter anderem hybride Angriffe oder Sabotageattacke auf. «Diese Dinge geben Anlass zur Sorge.
Weiterlesen »

Wadephul: UN dürfen zu Putins Vorgehen nicht schweigenWadephul: UN dürfen zu Putins Vorgehen nicht schweigenAussenminister Johann Wadephul hat die neuen direkten Gespräche zwischen den USA und Russland am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York begrüsst.
Weiterlesen »