Viele Gläubige stimmen schweizweit mit den Füssen ab. Die Zahl der Kirchenaustritte ist gestiegen. Ein Überblick.
Über 1000 Fälle von Missbräuchen in den vergangenen 70 Jahren: Die Missbrauchsstudie zur römisch-katholischen Kirche hat Schockwellen durch die Schweiz gesendet. Zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger nehmen die Erkenntnisse zum Anlass, der Kirche den Rücken zu kehren, wie eine Umfrage bei Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz zeigt.
Die Wahrnehmung der Kirche der Leute und das Bild, das die Studie zeigt, würden nicht zusammenpassen, sagt Kückelmann. «Diese Realität zusammenzubringen, ist für viele echt schwierig.» In der Kirche brauche es darum jetzt einen Wandel. Online-Dienst vermehrt beanspruchtDass jetzt mehr Menschen aus der Kirche austreten wollen, spüren auch jene, die dabei Hilfe leisten. Da ist zum Beispiel der Verein «Kirchenaustritt», der auf seiner Website ein Austrittsformular oder Briefvorlagen anbietet. Nach Veröffentlichung der Studie habe es im Vergleich zum Vorjahr zehn bis 15 Mal mehr Zugriffe auf die Webseite gegeben, sagt Vereinsgründer Stefan Amrein.
In der Stadt Zug traten in den zwei Wochen nach der Studie 50 Personen aus der katholischen Kirche aus. In Schwyz waren es 70 Austritte. In Nidwalden 35. Von mehr Austritten als normal berichten auch Kirchengemeinden in Obwalden und Uri.
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