Schweizer Telekomanbieter wehren Millionen unerwünschter Anrufe ab

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Schweizer Telekomanbieter wehren Millionen unerwünschter Anrufe ab
Unerwünschte Anrufe, Spoofing, Spam-Anrufe

Swisscom und Sunrise haben 2026 bislang weit über 100 Millionen unerwünschte Anrufe blockiert, anonymisiert oder markiert. Besonders stark betroffen sind Spam- und Spoofing-Anrufe mit gefälschten Schweizer Rufnummern. Die Anbieter warnen, dass die Schutzmassnahmen aufgrund schnell wechselnder Nummern an Wirksamkeit verlieren.

Schweizer Telekomanbieter haben 2026 bereits über 148 Millionen unerwünschte Anrufe blockiert, markiert oder anonymisiert. Insgesamt seien 102 Millionen Spoofing - oder Spam-Anrufe verzeichnet worden, teilte Swisscom am Donnerstag auf Anfrage mit.

Davon seien 65 Millionen Anrufe blockiert und 30 Millionen anonymisiert worden. Bei weiteren sieben Millionen Anrufen sei ein Warnhinweis erschienen. Sunrise blockierte, anonymisierte oder kennzeichnete von Januar bis August über 46 Millionen Anrufe, wie das Unternehmen seinerseits mitteilte. Dies entspreche einer Zunahme von rund einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr.setzt einen Mechanismus zur Abwehr unerwünschter Anrufe ein.

Dieser blockiere durchschnittlich rund 40 Prozent der eingehenden Anrufe, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Anbieter gehen insbesondere gegen das sogenannte Spoofing vor, bei dem eine falsche oder manipulierte Rufnummer angezeigt wird. Seit Anfang des Jahres müssen Anrufe aus dem Ausland mit mutmasslich gefälschter Schweizer Nummer als «unbekannter Anruf» durchgestellt oder blockiert werden. Die Wirksamkeit der Schutzvorkehrungen nehme aber tendenziell ab, da die Rufnummern sehr schnell gewechselt würden, hiess es bei.

Die aktuellen Zahlen dazu liefert Sunrise: Zwischen Januar und August wurden mehr als 10 Millionen Anrufe aus dem Ausland markiert, bei denen der Verdacht bestand, dass eine Schweizer Rufnummer missbraucht oder vorgetäuscht wurde, wie das Unternehmen schrieb. Laut Sunrise nimmt das Volumen unerwünschter Anrufe erfahrungsgemäss gegen Jahresende zu. Grund dafür seien auslaufende Verträge und Versicherungspolicen. Damit die Sicherheitsvorkehrungen von Spoofern nicht ausgenutzt werden, verzichtete die Swisscom 2025 auf detaillierte Angaben. «Der Kampf gegen Spoofing bleibt ein Katz- und Mausspiel», hiess es.

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