Eine Viererdelegation des Nationalrats besucht heute die Ukraine. Verfolgen Sie die brisante Reise:
Die Parlamentarier Delegation hat Kiew in einem Nachtzug der ukrainischen Eisenbahnen erreicht. Gestartet ist der Zug am Dienstagabend in Polen in der Stadt Przemysl nahe der ukrainischen Grenze. Für die Reise aus der Schweiz nach Polen durfte die Delegation einen der Jets des Bundesrates nutzen. Gemäss der Verordnung über den Lufttransportdienst des Bundes ist Irène Kälin als Präsidentin des Nationalrats dazu berechtigt.
Am Dienstagabend drohte Russland mit Attacken auf Vertreter westlicher Länder, die sich in Kiew aufhalten. «Die russische Armee ist rund um die Uhr in Bereitschaft, um mit hochpräzisen Langstreckenwaffen Vergeltungsschläge auf Entscheidungszentren in Kiew zu starten», teilte das Verteidigungsministerium mit. Egal, ob Vertreter westlicher Länder dort anwesend seien oder nicht.
Die Delegation will damit die Solidarität der Schweiz mit der ukrainischen Bevölkerung sowie die Unterstützung für Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk und die ukrainischen Amtskolleginnen und -kollegen zum Ausdruck bringen. Start in Bern-Belp: Nationalratspräsidentin Irène Kälin, rechts, diskutiert mit Nationalrat Niklaus-Samuel Gugger während des Flugs zu einem Besuch in der Ukraine.Es gebe auch die aktive Neutralitätspolitik: «Bei dieser finde ich, müssen und sollen wir uns bedingungslos für das Völkerrecht einsetzen.» In der Ukraine werde das Völkerrecht gerade mit Waffengewalt und mit Füssen aus dem Weg geräumt, so Kälin weiter.