Die Schweizer Armee schafft die graue Ausgangsuniform ab, um Kosten zu sparen. Nun ist offenbar sogar das Recycling zu teuer.
Seit 2025 erhalten nur noch Armeeangehörige mit repräsentativen Aufgaben ein Tenü A.Seit 2025 erhalten nur noch Armeeangehörige mit repräsentativen Aufgaben das sogenannte Tenü A, etwa Mitglieder der Militärmusik.
Mit dem Verzicht auf die breite Abgabe will die Armee insgesamt rund 55 Millionen Franken sparen. Bei der Ausmusterung fallen somit Tausende Uniformen an. Noch brauchbare Stücke werden kontrolliert, instand gesetzt und bei Bedarf erneut ausgegeben. Was nicht mehr repariert werden kann, wird jedoch in einer Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt.
Sie sollten recycelt werden, egal wie aufwendig. Für ein Recycling müssten die Uniformen und Abzeichen zunächst unkenntlich gemacht werden. Auch ein Verkauf kommt laut Armee nicht infrage: Die Uniform wird weiterhin eingesetzt, ein Missbrauch soll verhindert werden. Wie viele Tenü A letztlich verbrannt werden, wird nicht erfasst.
Die graue Uniform war schon früher umstritten. Viele Soldaten empfanden Veston und Hose als unbequem und altmodisch. 2021 verlangte Mitte-Ständerätin Marianne Binder-Keller eine modernere Ausgangsuniform. Dazu kommt es nun wohl nicht mehr. Bereits die Einführung der Tenü A sorgte für Diskussionen: 1993 beschloss das Parlament die Beschaffung von 180'000 Uniformen für 114 Millionen Franken.
Später kritisierte die Eidgenössische Finanzkontrolle die Planung – mit einer besseren Beschaffung hätten laut ihr bis zu 100 Millionen Franken eingespart werden können. Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.
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