Die Schweiz wird 2027 den nächsten Weltgipfel zur künstlichen Intelligenz (KI) in Genf ausrichten. Bundespräsident Guy Parmelin kündigte dies am Donnerstag am KI-Gipfel 2026 in Neu-Delhi in Anwesenheit des indischen Premierministers Narendra Modi an.
Die Schweiz wird 2027 den nächsten Weltgipfel zur künstlichen Intelligenz in Genf ausrichten. Bundespräsident Guy Parmelin kündigte dies am Donnerstag am KI-Gipfel 2026 in Neu-Delhi in Anwesenheit des indischen Premierministers Narendra Modi an.
Die Schweiz wird 2027 den nächsten Weltgipfel zur künstlichen Intelligenz in Genf ausrichten. - keystone «Ich freue mich, bekanntgeben zu können, dass die Schweiz bereit ist, den nächsten Gipfel in Genf auszurichten», sagte Parmelin vor Staats- und Regierungschefs sowie Ministern. Neben Modi waren auch der brasilianische Präsident Luiz Inácio, wo humanitäre, juristische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Institutionen zusammenarbeiteten.
«Der KI-Gipfel bietet eine einmalige Gelegenheit, die Schweiz als Spitzenreiter in diesem Bereich zu positionieren», liess sich Franziska Barmettler, CEO von digitalswitzerland am Donnerstag in einer Mitteilung zitieren. Zudem arbeite die Schweiz bereits mit Indien an den Vorbereitungen. Der Waadtländer schloss eine weitere Reise nach Indien während seines Präsidialjahres nicht aus und verwies auf wirtschaftliche und wissenschaftliche Investitionschancen nach Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen Bern und Neu-Delhi. Die Beziehungen seien eng.
Mehrere namhafte Führungspersönlichkeiten – darunter Macron, Uno-Generalsekretär António Guterres und Sam Altman, Chef von OpenAI – forderten einen universellen Zugang zu KI sowie stärkere Regulierung und Schutzmechanismen. Die USA und China kontrollieren derzeit den Grossteil von Forschung und Investitionen.
«Ein Monopol oder Duopol muss hier vermieden werden», sagte Parmelin. Es brauche ein Gegengewicht. Auch kleinere Staaten müssten sich organisieren und eine globale Steuerung schaffen. Er nannte Indien, Südkorea, Frankreich und die Schweiz.
Mit der Ausrichtung 2027 könne die Schweiz fortsetzen, was Indien mit diesem «historischen Ereignis» begonnen habe. Nach einer Phase des Laissez-faire stelle sich nun die Frage einer gewissen Regulierung. Ein konkreter Plan für Genf sei jedoch noch verfrüht. Parmelin verwies auch auf Risiken der KI, insbesondere für Arbeitsplätze.
Die Sorge vor Jobverlust sei real – nicht nur in der Schweiz. Ohne Antworten drohe eine soziale Krise. Uno-Generalsekretär Guterres warnte Tech-Konzerne, die Zukunft der KI dürfe nicht «den Launen einiger Milliardäre» überlassen werden. Er rief zur Unterstützung eines globalen Fonds von drei Milliarden Der vierte Gipfel dieser Art und der erste in einem Land des globalen Südens versammelt bis Freitag in Neu-Delhi führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft.
Indien will die Konferenz als Sprungbrett für eigene KI-Ambitionen nutzen. Seit 2023 fanden vier hochrangige KI-Gipfel statt: In Bletchley Park, Vereinigtes Königreich , Seoul, Südkorea , Paris, Frankreich und nun in Neu-Delhi, Indien.
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