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Schüsse in Gaza Stadt: Eskalation bei Hilfsgüterlieferung

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Israelische Soldaten sollen auf Menschen geschossen haben, die sich Nahrungsmittel von Lastwagen mit Hilfsgütern holten. Das Militär dementiert.

In der Stadt Gaza ist es am Donnerstagmorgen zu Gewalt rund um eine Hilfslieferung gekommen. Tausende Menschen versammelten sich auf der al-Rashid Strasse, da eine Hilfsgüterlieferung erwartet wurde. Dabei eskalierte die Situation , das israelische Militär gab Schüsse und Menschen starben.

Zu den genauen Umständen gibt es jedoch widersprüchliche Berichte. Gazas Gesundheitsbehörde: «Massaker» durch israelische Soldaten Israelische Soldaten haben nach Darstellung von Augenzeugen am Donnerstag in der Stadt Gaza das Feuer auf Palästinenser eröffnet, die auf Hilfslieferungen warteten. Dabei kamen nach Darstellung des Hamas-Gesundheitsministeriums im Gazastreifen mindestens 112 Menschen ums Leben, etwa 760 seien verletzt worden. Das Ministerium sprach von eine Massaker. Augenzeugen sagten, israelische Soldaten hätten das Feuer eröffnet, als Menschen sich Mehl und Konservendosen von Lastwagen gegriffen hätten. Israelisches Militär: Soldaten gaben nur Warnschüsse ab Der israelische Militärsprecher Daniel Hagari sagte, der Konvoi von 30 Lastwagen, der in der Morgendämmerung in den nördlichen Gazastreifen fuhr, sei von einer riesigen Menschenmenge erwartet worden, die versuchte, Hilfsgüter zu ergattern. Dutzende Palästinenser seien in dem Ansturm getötet und einige von den Lastwagen überrollt worden, als die Fahrer versuchten hätten davonzufahren. Israelische Soldaten, die das Gebiet bewachten, gaben Warnschüsse in Richtung der Menge ab, weil sie sich bedroht gefühlt hätten, sagte Hagari. «Wir haben das Feuer nicht auf die Hilfesuchenden eröffnet. Im Gegensatz zu den Anschuldigungen haben wir das Feuer nicht auf einen humanitären Hilfskonvoi eröffnet, nicht aus der Luft und nicht von Land. Wir haben ihn gesichert, damit er den nördlichen Gazastreifen erreichen konnte», sagte er. Verletzter Zivilist: Soldaten schossen auf Menschenmenge Berichte von Augenzeugen und Verletzten widersprechen dem. Der Augenzeuge Kamel Abu Nahel sagte, er und andere seien mitten in der Nacht zu einer Verteilungsstelle gegangen, weil sie gehört hätten, dass Lebensmittel geliefert würden. «Wir essen seit zwei Monaten Tierfutter», sagte er. Israelische Soldaten hätten auf die Menschenmenge geschossen. Einige Menschen hätten sich unter Autos versteckt. Nachdem die Schüsse aufgehört hätten, seien sie zu den Lastwagen zurückgekehrt, sagte Nahel. Die Soldaten hätten wieder geschossen. Ihm sei ins Bein geschossen worden und er sei gestürzt. Dann sei ein Lastwagen über sein Bein gefahren, als das Fahrzeug davongerast sei. Nahel wurde wegen einer Schussverletzung im Schifa-Krankenhaus behandelt. Alaa Abu Daija, ein weiterer Augenzeuge, sagte, israelische Soldaten hätten das Feuer eröffnet. Ein Panzer habe eine Granate abgefeuert. Mediziner vor Ort: Viele Verletzte haben Schusswunden Krankenhausvertreter hatten zunächst von einem israelischen Angriff gesprochen. Mediziner hätten am Ort des Geschehens «Dutzende oder Hunderte» Menschen auf dem Boden liegen sehen, sagte der Leiter des Notfalldienstes am Kamal-Adwan-Krankenhaus, Fares Afana. Es habe nicht genügend Krankenwagen gegeben, um die Tote und Verletzten zu bergen. Einige seien mit Eselskarren in Krankenhäuser gebracht worden. Der amtierende Direktor des Al-Adwa-Krankenhauses, Mohammed Salha, sagte, in seine Klinik seien 161 Verletzte gebracht worden. Die meisten von ihnen hätten offenbar Schusswunden. Weil der Treibstoff für den Betrieb von Notstromaggregaten zur Neige gehe, könnten nur die nötigsten Operationen vorgenommen werden. UN-Botschafter: Gezielte Tötung durch Kopfschüsse Der palästinensische UN-Botschafter Riad Mansur hat Israel die vorsätzliche Tötung von Palästinensern bei einer Ankunft von Hilfsgütern im Gazastreifen vorgeworfen. Tausende Menschen hätten sich an dem Ort im Norden der Region versammelt, sagte Mansur am Donnerstag in New York. «Und dann begann die israelische Armee plötzlich, auf sie zu schiessen und den uns vorliegenden Informationen zufolge haben Dutzende von ihnen Kugeln im Kopf. Es ist nicht so, als würde man in den Himmel schiessen, um Menschen zurückzuhalten, wenn Verwirrung und Chaos herrschten. Es wurde absichtlich gezielt und getötet.»

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