SCB kehrt nach sieben Jahren zu alten Stärken zurück

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SCB kehrt nach sieben Jahren zu alten Stärken zurück
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Der SCB zeigt nach sieben Jahren ohne Playoff-Serie mit neuem CEO Jürg Fuhrer und Trainer Serge Aubin eine sportliche Trendwende. Drei Spiele, zwölf Tore, sechs Punkte.

Der SCB hat nach sieben Jahren ohne gewonnene Playoff -Serie und acht Cheftrainern sowie sechs Sportchefs eine sportliche Trendwende eingeleitet. In den ersten drei Partien der aktuellen Saison erzielten die Berner zwölf Tore und sechs Punkte gegen die ZSC Lions, Davos und Kloten. Zum Vergleich: In den ersten drei Spielen der Vorsaison gegen Zug, Servette und die Lakers waren es drei Tore und drei Punkte. Offensiv sind die Berner damit viermal besser, nach Punkten doppelt so gut. Die Veränderung ist auf den neuen obersten Chef Jürg Fuhrer zurückzuführen, der Marc Lüthi abgelöst hat.

Neuer CEO Jürg Fuhrer mischt sich in den Sport ein

Marc Lüthi, heute Verbandspräsident, hatte in den vergangenen sieben Jahren die Zügel schleifen lassen und den Sport der Sportabteilung überlassen. Diese reihte Fehler an Fehler: Kein anderer Klub leistete sich so viele Trainer-, Ausländer- und Transferirrtümer. Auf Fragen zum Sport antwortete Lüthi zuletzt knurrig, er habe keine Ahnung, man solle den Sportchef fragen. Jürg Fuhrer hingegen gibt konkret Antwort auf konkrete sportliche Fragen. Er hat erkannt, dass der SCB ein Sportunternehmen ist, der sportliche Erfolg alle geschäftlichen Tätigkeiten erleichtert und der Sport zu wichtig ist, um ihn der Sportabteilung zu überlassen. Also mischt er sich in den Sport ein, wie einst Marc Lüthi, als er noch streitbar und nicht altersmilde war, und hat die Rückkehr zu den SCB-Ursprüngen angeordnet.

Drei Regeln für die Rückkehr zu den SCB-Ursprüngen

Erstens: Eine starke Nummer 1 mit Schweizer Pass im Tor, damit sechs ausländische Feldspieler eingesetzt werden können. Zweitens: Direktes, einfaches und unterhaltsames Hockey statt langweiliges Schablonenspiel. Drittens: Rückkehr zum Leistungsprinzip ohne Rücksicht auf Namen. Fuhrer hat die Trennung von grossen Namen wie Ramon Untersander, Romain Loeffel und Joel Vermin durch Vertragsauflösung oder Tauschgeschäfte durchgesetzt. Nun hat der SCB mit Connor Hughes erstmals seit dem Wegzug von Leonardo Genoni 2019 wieder eine charismatische Nummer 1 im Tor, die keine Ausländerlizenz beansprucht.

Serge Aubin setzt auf Leistung statt Namen

Mit Serge Aubin, der zuletzt in Berlin fünf Titel in sieben Jahren gewann, hat der SCB nach gut zehn Jahren wieder einen ernst zu nehmenden nordamerikanischen Cheftrainer. Für Aubin sind Namen nur auf das Leibchen genähte Buchstaben, und die Leistung zählt. Daher musste selbst der alternde Kultstürmer Tristan Scherwey (35) gegen Davos zum ersten Mal in seiner Karriere seit 2009 auf der Tribüne Platz nehmen und sich in der nächsten Partie in Kloten im vierten Sturm einreihen. Die erste Erkenntnis der neuen Saison nach nur drei Spielen: Der SCB ist ganz klar besser als im Vorjahr. Was nicht so schwierig ist, beendeten die Berner die vorangegangene Qualifikation doch auf Rang 9.

National League: Teams unterscheiden sich deutlich

Die National League in Zahlen: Vor dem Saisonstart fallen die 14 Teams durch unterschiedliche Reisewege, Alter und Erfahrung auf. Einige Zahlenvergleiche zeigen, wo die grössten Gegensätze liegen. Der SCB hat mit seiner Rückkehr zu alten Tugenden und der neuen sportlichen Ausrichtung einen ersten Schritt aus der Krise gemacht.

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