Starke Muskeln sollen Kreuzschmerzen vorbeugen, versprechen Fitnessstudios, Yogakurse und Pilates-Programme. Experten empfehlen aber etwas anderes.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie: Ischias, Hexenschuss, Lumbago oder auch «nicht spezifischer Kreuzschmerz» – die Namen sind vielfältig für das, was wir umgangssprachlich mit dem Stossseufzerund den Abend in Lümmelstellung auf der Couch verbringt, muss sich schliesslich nicht wundern, wenn die Muskeln verkümmern und die Rückseite wehtut.
Klingt gut, klingt logisch, doch so einfach ist es leider nicht. «Körperliche Aktivität ist auf jeden Fall gut, das Wichtigste ist, dass die Menschen überhaupt etwas tun und sich bewegen», sagt Marcus Schiltenwolf, der an der Universitätsklinik Heidelberg die Abteilung für konservative Orthopädie und Schmerztherapie leitet. «Es gibt jedoch keine Unterschiede in der Wirkung, egal, um welche Aktivität es sich handelt.
In der Fachliteratur finden sich denn auch keine Beweise für den Nutzen rückenspezifischer Trainingsformen durch Gewichte oder andere Foltergeräte in der Muckibude. Auch wenn es keine spezifischen Übungen oder Sportarten gibt, die Rückenschmerzen unwahrscheinlicher machen, hat der, der sich überhaupt bewegt und regelmässig trainiert, immerhin «gute Chancen, dass sich die Schmerz- und Leidensepisode verkürzt», sagt Orthopäde Schiltenwolf.
Dass Fitnessstudios und andere Anbieter zur Leibesertüchtigung dennoch mit Slogans werben wie «Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz», geht auf eine Art medizinischen Irrtum zurück. In den 1980er-Jahren fand in Deutschland eine grosse Untersuchung mit Erwachsenen statt, die im Beruf wenig körperlich in Schwung kamen.
Wenn das Kreuz trotzdem schmerzt, hat das oft nicht etwa mechanische Gründe, sondern seelische Ursachen stecken dahinter. Längst wissen Orthopäden und Schmerzmediziner, dass chronische Unzufriedenheit im Beruf oder private Belastungen die Wahrscheinlichkeit für Rückenschmerzen stärker erhöhen als knöcherne oder muskuläre Dysbalancen.
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