Rita Fuhrer: Noch immer die einzige SVP-Woman im Bundesrat - Augenblicke der Gleichberechtigung

Politik Nachrichten

Rita Fuhrer: Noch immer die einzige SVP-Woman im Bundesrat - Augenblicke der Gleichberechtigung
Rita Fuhrer, Bundesrat, SVP

Rita Fuhrer, die einzige Frau, die offiziell von der SVP nominiert wurde, erzählt über ihre Erfahrungen bei Bundesratskandidaturen seit 2000, die Rolle der SP, der Grünen und der SVP bei ihrer politisch-inklüdenden Reise. Sie hebt die hindernden Kräfte hervor, die ihrer Kandidatur beraubt haben, und argumentiert, dass die SVP eigentlich keine geschlechtsspezifischen Vorlieben zeigt, jedoch, dass Frauen noch immer innerhalb der SVP nicht ausreichend vertreten sind.

Rita Fuhrer, die einzige Frau, die bislang von der Schweizerischen Volkspartei ( SVP) offiziell für den Bundesrat nominiert wurde, äußert heute klar, dass ihr Wunsch, bei der Nachfolge von Guy Parmelin auf eine Frau zu setzen, kein Problem darstellt.

Verhinderte Kandidatur durch andere Parteien

Gleichzeitig betont sie, dass die nachfolgenden Versuche, ihre Kandidatur zu fördern, durch andere Parteien - insbesondere die Sozialdemokratische Partei (SP) und die Grünen - verhindert wurden. Fuhrer beschreibt ihre Erfahrungen seit dem Jahr 2000, als sie erstmals im Wahlgang für den Bundesrat antrat und gleichzeitig der SVP Kandidat Roland Eberle aus dem Thurgau empfohlen wurde.

Obwohl das Parlament Fuhrer mehr Stimmen zuteilwerden ließ, wurde die Wahl letztlich zum Berner Samuel Schmid, der mit der Unterstützung der etablierten Berner-Lobby die Mehrheit erzielte. 22 Jahre später wieder kam Fuhrer in die politische Bühne zurück. Nach dem plötzlichen Rücktritt von Ueli Maurer leitete sie die Findungskommission der Zürcher SVP, die Hans-Ueli Vogt zum Kandidaten auswählte.

Auch hier wandelte sich das Ergebnis zu einem günstigen Ergebnis für die Partei, ohne dass die Rolle einer Frau wirksam in die Gleichberechtigung integriert wurde. 2008 wurde Fuhrer erneut von einer Delegation von SVP‑Frauen nominiert, doch die Fraktion zögerte und verfolgte stattdessen die Ansicht, dass Christoph Blocher oder noch Ueli Maurer Chancen hätten. Fuhrer sah sich in dieser Situation gezwungen, sich intern anzubieten, um das Prinzip der Kandidatenauswahl flexibel zu unterstützen, jedoch mit dem Bewusstsein, dass ihre Chancen eher gering waren. 2022 Ende der 2022 war Fuhrer wieder Teil der Zürcher Findungskommission.

Strategische Auswahl statt Frauenquote

Dieser Mal war die SVP‑Fraktion noch etwas ambivalent, da sie gleichzeitig Bestrebungen hatte, den international gestimelten Wirtschaftszentrum Zürich für den Bundesrat zu vertreten. In einem Interview erklärte Fuhrer, dass das Ziel, eine Frau zu nominieren, nicht im Vordergrund stand; vielmehr suchte die Partei jemanden mit starker, realistischer Wahlchance. Hans‑Ueli Vogt fiel dadurch aus mehreren Kriterien heraus: ein intellektueller Politiker, familiäre ländliche Wurzeln und die Besorgnis, sowohl urban als auch ländlich zu wirken.

Inzwischen erklärt Fuhrer, dass sie bei der SVP offenbar die einzige Frau ist, die offiziell als Bundesratskandidatin nominiert wurde, weil ihr die SVP nach wie vor der stärker biologischen wahrgenommenen Rolle für Männer folgt. Zu ihrem Hauptmotivation nach der Vereinbarkeit von Familie und politischer Tätigkeit erklärt sie, dass sie, obwohl ihr Mann und ihre drei Söhne das Familienleben gut unterstützten - was nicht alle vereint - nicht alle Frauen in der Partei die Möglichkeit haben, private und öffentliche Karriere zugleich zu managen.

Herausforderungen für Frauen in Politik

Die SVP überstand bisher ein Wahlathletik mit unterschiedlichen Strukturen, der Nicht-Anerkennung von Frauen in Regierungspositionen, jedoch hat Fuhrer größere persönliche und politische Herausforderungen erlebt. Sie betont deutlich, dass sie seit ihrer ersten Nominierung erfahren hat, dass die Kandidatur für Frauen zusätzlich mit dem Risikoverhältnis und dem sozialen Druck verbundene ist.

Das Ziel bleibt eine gerechtere Repräsentation und ein Bewusstsein, dass bei zukünftigen Kandidaturen Frauen das gleiche Spielniveau wählen dürfen, wie Männer - ganz gleich, ob sie in ihrer politischen Laufbahn männlich oder weiblich sind. Fuhrer rief nun zu einer offenen Fraktion, die Gleichberechtigten führen kann, und appellierte an die Gesellschaft, Frauen in Spitzenpositionen als Vorbilder anzunehmen.

Ihre Aussage unterstreicht: "[Es] muss die am besten geeignete Persönlichkeit sein," und sie hat betont, dass die SVP noch immer Männer als bessere Kandidaten betrachtet. Denn ihre eigene Erfahrung zeigt, dass die SVP keine Wege für Frauen auf dem höchsten politischen Level geschaffen hat, deren Pfad laut Fragestellung noch immer nur von Männern bejaht wurde.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

bazonline /  🏆 7. in CH

Rita Fuhrer Bundesrat SVP SP Grüne Gleichberechtigung Frauenpolitik

 

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Bundesrat: Parmelin tritt Ende Jahr zurück - Ticker zum NachlesenBundesrat: Parmelin tritt Ende Jahr zurück - Ticker zum NachlesenDer amtsälteste Bundesrat nimmt seinen Hut: SVP-Wirtschaftsvorsteher Guy Parmelin hat am Freitag seinen Rücktritt angekündigt.
Weiterlesen »

SVP sucht Nachfolge für Guy Parmelin und visiert einen dritten Bundesratssitz anSVP sucht Nachfolge für Guy Parmelin und visiert einen dritten Bundesratssitz anDie SVP bildet eine Findungskommission für die Nachfolge von Bundespräsident Guy Parmelin. Parteipräsident Marcel Dettling will die stärksten Kandidatinnen und Kandidaten nominieren, die sowohl für das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement als auch für das Verteidigungsdepartement geeignet sind. Zudem beabsichtigt die Partei, langfristig einen dritten Sitz im Bundesrat zu beanspruchen.
Weiterlesen »

Politologe: SVP kann Schlagzeilen noch mehr für sich beanspruchenPolitologe: SVP kann Schlagzeilen noch mehr für sich beanspruchenDer Rücktritt von Bundespräsident Guy Parmelin kann für die SVP zum grossen Glücksfall werden. Der Schuss könnte laut Politologe Sean Mueller aber auch nach hinten losgehen, wenn die Partei ihre Karten nicht richtig spielt.
Weiterlesen »

SVP-Wende zur Mehrwertsteuer: Hotels behalten SonderprivilegSVP-Wende zur Mehrwertsteuer: Hotels behalten SonderprivilegNach einer überraschenden Kursänderung bei der SVP hat der Nationalrat beschlossen, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Beherbergungen um ein weiteres Jahr zu verlängern. Dies stellt eine Entspannung für die Hotelleriebrache dar, die jährliche Steuervorteile von etwa 300 Millionen Franken genießt.
Weiterlesen »