Reusser und Rüegg greifen bei EM in Ljubljana an

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Reusser und Rüegg greifen bei EM in Ljubljana an
Marlen Reusser, Noemi Rüegg, EM Ljubljana

Marlen Reusser und Noemi Rüegg führen das Schweizer Team am Samstag bei der EM in Ljubljana an. Nach Platz 4 an der WM hofft Reusser auf ein Trostpflaster.

Die Schweizer Radrennfahrerin Marlen Reusser und ihre Teamkollegin Noemi Rüegg starten am Samstag bei der Europameisterschaft im Straßenrennen in Ljubljana. Reusser, die vor einer Woche bei der WM in Montreal als Vierte knapp eine Medaille verpasst hatte, sucht nun die sportliche Revanche. Die 35-Jährige führt gemeinsam mit Rüegg das Schweizer Team an.

Reusser trauert verpasster WM-Medaille nach

Eine Woche nach dem knappen Ausgang in Montreal beschäftigt Reusser der vierte Platz noch immer. Trotz guter Gemütslage in Slowenien sei eine gewisse Genervtheit geblieben. Die Bernerin spricht von einem kleinen Trostpflaster, das ein Erfolg in Ljubljana für die verpasste WM-Medaille bieten könnte. Ein EM-Titel hätte zwar nicht die Bedeutung eines WM-Titels, genieße aber angesichts der starken Konkurrenz einen hohen Stellenwert.

Reusser erwartet in Ljubljana weitgehend dieselben Favoritinnen wie bei der WM. Sollte sie sich durchsetzen, hätte das einen besonderen Reiz. Die genaue Taktik für das Rennen ist noch nicht besprochen. Klar ist jedoch, dass Reusser keine Kräfte für das Zeitfahren am Mittwoch sparen will. Am Mixed-Teamzeitfahren am Dienstag nimmt sie nicht teil.

Strecke in Ljubljana erfordert andere Taktik

Für beide Schweizerinnen ist der Parcours in Ljubljana nicht die Wunschstrecke. Reusser bezeichnet den Kurs als nicht den EM-Straßenkurs ihrer Träume. Im Gegensatz zu Montreal, wo die Fahrerinnen im ständigen Auf und Ab viel Müdigkeit ansammelten, ist das Rennen in Ljubljana ansonsten flach. Zweimal steht jedoch eine Schlussrunde mit einer rund zwei Kilometer langen Rampe an, die mit höchster Intensität gefahren werden muss.

Der Anstieg in dieser Schlaufe rund zehn Kilometer vor dem Ziel werde brutal hart sein, so Reusser. Rüegg ergänzt, der Berg an diesem EM-Rennen sei härter als der an der WM. Er sei länger und auch viel steiler. Einfach werde das nicht. Die beiden Schweizerinnen müssen sich thus auf eine anspruchsvolle Strecke einstellen.

Bedeutung des EM-Titels für das Schweizer Team

Ein Erfolg bei der EM hätte für Reusser und das Schweizer Team einen hohen Stellenwert, auch wenn er nicht mit einem WM-Titel gleichzusetzen ist. Die Konkurrenz in Ljubljana ist stark, und die Strecke bietet keine offensichtlichen Vorteile für die Schweizerinnen. Dennoch reist Reusser mit dem Ziel an, sich für die verpasste WM-Medaille zu belohnen.

Die EM in Ljubljana ist für Reusser auch eine Gelegenheit, sich mit den besten Fahrerinnen Europas zu messen. Nach dem knappen Ausgang in Montreal will sie zeigen, dass sie zur Weltspitze gehört. Die Taktik wird entscheidend sein, um auf dem anspruchsvollen Parcours zu bestehen.

Ausblick auf das Zeitfahren am Mittwoch

Neben dem Straßenrennen am Samstag steht für Reusser am Mittwoch das Zeitfahren auf dem Programm. Sie wird keine Kräfte für das Straßenrennen sparen, um im Zeitfahren bestmöglich abzuschneiden. Am Mixed-Teamzeitfahren am Dienstag nimmt sie nicht teil. Die Konzentration gilt also dem Straßenrennen und dem Einzelzeitfahren.

Für das Schweizer Team ist die EM in Ljubljana eine wichtige Standortbestimmung. Reusser und Rüegg wollen sich gegen die internationale Konkurrenz behaupten. Die Strecke mit der kurzen, steilen Rampe kurz vor dem Ziel verspricht ein spannendes Rennen. Am Samstag werden sich die Fahrerinnen beweisen müssen.

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