Ranger Matthias Pfammatter patrouilliert seit 7.30 Uhr mit dem E-Bike durch die Bergwelt von Zermatt. Auf seinem Rundweg am 5-Seenweg kontrolliert er Wildcamper, beseitigt Müll und baut illegale Feuerstellen zurück. Zusammen mit der Regionalpolizei ahndet er Verstösse gegen die Regeln und schützt damit die Natur sowie nachtaktive Tiere.
Zermatt er Ranger Matthias nimmt die 20-Minuten-Reporterin mit auf seinen Rundweg durch die Bergwelt. Ranger Matthias Pfammatter patrouilliert in Zermatt s Bergwelt und kontrolliert Wildcamper, Littering und illegale Feuerstellen.
Wildcampen ist in Zermatt verboten – auf seinen Morgenpatrouillierungen am 5-Seenweg trifft er jeweils rund fünf Wildcamper an. Bussen ausstellen darf Matthias selbst nicht, regelmässig begleitet ihn deshalb die Regionalpolizei Zermatt.
«Hast du hier oben übernachtet? », fragt Ranger Matthias einen Wanderer.
«Nein, ich bin früh morgens hochgelaufen, um mir den Sonnenaufgang anzusehen, aber es war zu bewölkt», sagt er. SeinTrotzdem erklärt er: «Wildcampen ist in Zermatt verboten. » Zudem fügt er an: «Wenn du mitten in der Nacht mit der Stirnlampe hochwanderst, störst du den Rhythmus der nachtaktiven Tiere. » Matthias’ Rundganghat um 7.30 Uhr gerade begonnen – noch bevor die ersten Touristen mit der Bahn hochfahren. 20 Minuten begleitet ihn auf seiner Patrouille.
«Man kommt als Gast in die Berge – aber das verstehen viele nicht», sagt der Visper. Unterwegs ist er mit einem E-Bike.
«So bin ich möglichst früh im Gebiet und gelange schnell von einem Ort zum nächsten. » Littering ist in Zermatt ein Thema – vor allem entlang der fünf Seen.
«Das sind die meistbesuchten Wege der Zermatter Bergwelt», sagt Matthias. Auf dem Rundgang trifft er hinter einem Gebüsch einen Haufen Feuchttücher an – jemand hat hier sein Geschäft verrichtet. Matthias ist fassungslos.
«Das ist Mikroplastik pur – sie brauchen mehrere Jahre, bis sie sich zersetzen und abgebaut haben», sagt er. Er hebt den Güsel auf.
«Es ist einfach nur grusig. » Eine kurze Velofahrt später sieht er eine von Menschen gemachte Feuerstelle.
«Die muss ich jetzt zurückbauen», sagt er. Die Gefahr eines Waldbrands sei zu gross.
«Es gibt genügend Feuerstellen, wo man seine Wurst bräteln kann. » Mitten in der Asche findet er alte, spitze Schrauben.
«Das ist krass. »Der Zeitpunkt des Rundgangs am Morgen ist entscheidend, denn: Wildcampen in Zermatt ist verboten. Während der frühen Morgenstunden treffe er pro Rundgang durchschnittlich fünf Wildcamper an, sagt Matthias. Um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, habe er einen Trick: «Ich spreche sie an, wenn sie gerade die Landschaft fotografieren – das ist ein guter Eisbrecher.
» Danach weist er sie auf das Campingverbot hin. Zwar haben die Camper zu diesem Zeitpunkt bereits oben auf dem Berg übernachtet, aber: «Wenn ich am Abend gehen würde, müssten sie noch herunterlaufen und eine Übernachtung suchen, das macht wenig Sinn. » Wildcamping schade der Vegetation und störe nachtaktive Tiere, sagt Matthias.
«Das ist fatal für die Tierpopulation. » Selber Bussen ausstellen dürfe er jedoch nicht. Deshalb begleitet ihn die Regionalpolizei Zermatt regelmässig auf seinem morgendlichen Rundgang. Laut Romy Biner-Hauser, Präsidentin der Gemeinde Zermatt, gab es im Sommer 2026 «einige» Verwarnungen für wildcampende Personen, wobei sechs Bussen ausgesprochen wurden.
Die Höhe der Busse beträgt 200 Schweizer Franken. Ja, das Matterhorn musste aufs Foto. Noch nie, aber Zermatt steht auf meiner Bucketlist. Aktivier jetzt den Bern-Push!
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