Ramona Bachmann bei YB: Comeback nach Kreuzbandriss und Ziele

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Ramona Bachmann bei YB: Comeback nach Kreuzbandriss und Ziele
Ramona Bachmann, Young Boys, Schweizer Frauenfussball

Ramona Bachmann spricht über ihre Rückkehr nach Kreuzbandriss, die Entwicklung im Schweizer Frauenfussball und ein mögliches Nati-Comeback unter Rafael Navarro.

Die Schweizer Nationalspielerin Ramona Bachmann steht nach ihrem Kreuzbandriss vor der Rückkehr in Topform bei den Young Boys. Die 153-fache Nationalspielerin hatte sich die Verletzung im EM-Vorbereitungscamp 2025 zugezogen und fiel lange aus. Im Interview mit Keystone-SDA spricht sie über Zweifel, die Entwicklung des Frauenfussballs und ein mögliches Comeback in der Nati.

Karriere und aktueller Verein

Mit 16 Jahren wagte Ramona Bachmann den Sprung ins Ausland. 20 Jahre später, nach Stationen unter anderem bei Wolfsburg, Chelsea und Paris Saint-Germain, gehört die Schweizer Nationalspielerin zu den bekanntesten Namen im Frauenfussball hierzulande. Aktuell steht sie bei den Young Boys unter Vertrag.

Bachmann betont, dass ihre Generation für die heutigen Voraussetzungen kämpfen musste. Viele von uns geht es deswegen nun darum, etwas zurückzugeben, sagt sie. Zudem sei der Frauenfussball akzeptierender. Wir haben eine Umgebung kreiert, in der man so sein darf, wie man ist, so Bachmann.

Herausforderungen im Schweizer Frauenfussball

Die 153-fache Nationalspielerin sieht noch Verbesserungsbedarf in der Schweiz. Bei YB ist man daran, die Infrastruktur laufend zu verbessern, doch es war schwierig für die Spielerinnen, Zugang zu einem Gym zu haben. Krafttraining sei unglaublich wichtig, gerade auch für die Verletzungsprävention. Dass so etwas noch nicht selbstverständlich ist, sieht man nach aussen nicht, kritisiert Bachmann.

Allgemein findet sie, dass die Schweiz bessere Infrastrukturen verdient. Sie möchte dafür kämpfen, dass die neue Generation sich nicht mehr damit befassen muss und die bestmögliche Leistung abrufen kann, so wie es bei den Männern auch ist. Der Klub sei sehr offen gewesen, sich das anzuhören und gebe sich nun Mühe, etwas zu verändern.

Auf die Frage, ob sie sich als Pionierin sehe, antwortet Bachmann: Ich wollte nie eine Pionierin werden. Ich habe einfach immer dafür gekämpft, dass unsere Voraussetzungen besser werden. Sie denke schon, dass sie mit ein paar anderen zusammen sehr viel Einfluss gehabt habe. Da sei sie stolz drauf. Es gebe aber noch ganz viele weitere, die sich stark dafür einsetzen.

EM 2025 und mögliches Nati-Comeback

Von der EM 2025 hatte sich Bachmann mehr erhofft. Ich habe gehofft, dass das Turnier noch etwas mehr auslösen würde, sagt sie. England habe nach dem Sieg an der Heim-EM 2022 enorm viel investiert. Das Interesse sei da gewesen, die Stadien ausverkauft. Jetzt muss man einfach investieren und etwas dafür tun, dass die Menschen auch sehen, dass Frauenspiele stattfinden.

Als weiteren Investitionsbereich nennt sie die Vermarktung der einzelnen Spielerinnen. So schaffe man Vorbilder, und genau das finden die Leute dann interessant. Wenn sie sagen können: Das ist mein Vorbild, ich schau mal, wie sie spielt.

Ihr letztes Aufgebot endete tragisch: Im EM-Vorbereitungscamp erlitt sie einen Kreuzbandriss und fiel daraufhin lange aus. Hatte sie schon Kontakt mit Nationaltrainer Rafael Navarro? Wir haben schon drei-, viermal telefoniert, verrät Bachmann. Ein konkretes Datum für ein Nati-Comeback nennt sie nicht, doch die Tür scheint offen.

Bachmann will bei YB wieder in Topform kommen und betont die Bedeutung von Sichtbarkeit und Investitionen, um den Frauenfussball nachhaltig zu stärken. Ihre Erfahrung und ihr Engagement machen sie weiterhin zu einer zentralen Figur im Schweizer Frauenfussball.

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