Wer sagt eigentlich, dass Putzen nerven muss? Beim TikTok-Trend Aesthetic Cleaning werden Wischen, Sortieren und Aufräumen kurzerhand zur Selfcare. Das kann entspannen – solange die perfekt inszenierten Wohnungen auf Social Media nicht für zusätzlichen Stress sorgen.
Wer sagt eigentlich, dass Putzen nerven muss? Beim TikTok-Trend Aesthetic Cleaning werden Wischen, Sortieren und Aufräumen kurzerhand zur Selfcare. Das kann entspannen – solange die perfekt inszenierten Wohnungen auf Social Media nicht für zusätzlichen Stress sorgen.
Gleichmässige Bewegungen, Musik, Düfte oder ASMR-Geräusche können dabei entspannend wirken und den Haushalt zum Wohlfühlmoment machen. Ob Aesthetic Cleaning, Sunday Reset oder Glow Up – hinter diesen Begriffen steckt eine Idee. Ordnung und Reinigung sollen nicht nur die Wohnung verschönern, sondern auch das eigene Wohlbefinden verbessern. Aufräumen, Sortieren und Putzen werden dabei mit Achtsamkeit und Ästhetik verbunden.
Ziel ist nicht nur ein sauberes Zuhause, sondern auch mehr innere Ruhe. Beim Aesthetic Cleaning zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin. Gleichmässige Bewegungen, klare Abläufe und bewusste Handlungen sorgen dafür, dass man ganz im Moment ist. Während Oberflächen geputzt oder Dinge sortiert werden, entsteht oft ein angenehmer Flow.
Putzen kann so zu einer Art Alltagsmeditation oder Achtsamkeitsübung werden. Genauso beruhigend, wie Putzen in der Realität sein kann, wirken auch manche Social-Media-Videos, die Cleaning-Content zeigen. Unser Nervensystem kann herunterfahren, wenn wir Flächen wischen und Dinge sortieren oder Videos davon ansehen. Dabei spielt auch der ASMR-Effekt eine grosse Rolle.
Zusätzlich wird die beruhigende Wirkung in Videos oft durch Musik verstärkt. Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen. Doch was genau ist aber mit dem ASMR-Effekt gemeint?
Es geht dabei um den gezielten Einsatz von Geräuschen, die beruhigend wirken, wie etwa das Wischen über Flächen, das Sprühen mit einem Reiniger oder das Hineingleiten von Flaschen in Halterungen. Solche Alltagsgeräusche, die beim Aufräumen und Putzen entstehen, wirken entspannend und geben ein Gefühl von Kontrolle. Beim Aesthetic Cleaning spielen nicht nur Ordnung und Sauberkeit eine Rolle, sondern auch die Optik der Putzutensilien.
Kunststoffschwämme, herkömmliche Lappen und Originalbehälter werden häufig durch Bürsten aus Holz, Tücher in dezenten Farben und Glasflaschen ersetzt. Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen. Viele Content-Creator achten dabei auf einheitliche Farben und natürliche Materialien.
Nicht das Putzritual wird zum Fest für alle Sinne: Auch Düfte und Musik dürfen zum Einsatz kommen und eine Stimmung transportieren, die viel mehr zu einem Wellness-Event als zu einer lästigen Pflicht passt. Lavendelduft, ruhige Lo-Fi-Playlists oder stilvolle Holzaccessoires sorgen dafür, dass Sie voll abschalten können bei Ihrer Aufgabe. Wer es schafft, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden, hat viel gewonnen – zum Beispiel Zeit.
Denn wenn das Putzen schon zum Wohlfühlmoment wird, muss Selfcare und Achtsamkeit vielleicht nicht mehr in anderen Ritualen und Übungen untergebracht werden. Dabei muss nicht alles so ablaufen wie in Social-Media-Videos – allein Musikhören kann dafür sorgen, dass der Wohnungsputz Spass macht. Aesthetic Cleaning ist häufig Teil grösserer Routinen wie des sogenannten «Reset». Dabei wird zu festen Zeitpunkten – etwa sonntags oder zum Monatsende – bewusst neu sortiert, aufgeräumt und organisiert.
Ziel ist ein unbelasteter Start in die kommende Woche oder den neuen Monat. Die äussere Ordnung soll dabei gleichzeitig auch mehr Ruhe und Klarheit im Kopf schaffen. Neben schnellen Alltagsroutinen gehört beim Aesthetic Cleaning oft auch der sogenannte Deep Clean dazu. Gemeint ist eine besonders gründliche Tiefenreinigung von Bereichen wie Küche, Bad oder schwer erreichbaren Ecken.
Auch dazu gibt es auf Social Media Content, der oft unter dem Hashtag #deepclean zu finden ist und mit befriedigenden Vorher-Nachher-Effekten einhergeht. Beim Aesthetic Cleaning geht es nicht nur darum, dass alles sauber und ordentlich ist – der Gesamteindruck des Raumes soll stimmig, ruhig und harmonisch wirken. Das funktioniert mit einem minimalistischen Ansatz am besten. Je weniger Dinge herumliegen oder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, desto ruhiger wirkt das Zuhause und desto leichter fällt auch das Entspannen.
Minimalismus funktioniert nur, wenn laufend ausgemistet wird. Weniger Besitz sorgt zudem dafür, dass das Aufräumen leichter fällt.
«Decluttering» lautet das Zauberwort, das auf Social Media ebenfalls zum Trend geworden ist. Regelmässiges Ausmisten trägt nicht nur zu einer ruhigeren Wohnumgebung bei, sondern auch zur mentalen Entspannung. Letztendlich ist zu viel Besitz nur Ballast – auch mental. Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook.
Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen. Wurde erst einmal ausgemistet, braucht es passende Aufbewahrungslösungen für die verbliebenen Dinge. Beim Aesthetic Cleaning spielen genau solche Systeme eine zentrale Rolle. Einheitliche Boxen, Körbe oder Schubladeneinsätze sorgen nicht nur für mehr Ordnung, sondern auch für ein ruhigeres Gesamtbild.
Küche, Bad oder Kleiderschrank wirken so deutlich strukturierter und harmonischer. Im Zuge von Aesthetic Cleaning wird nicht nur durch Ordnung verschönert – auch Deko-Elemente spielen eine Rolle und geben Räumen oft das letzte i-Tüpfelchen: Trockenblumen, Blumensträusse, Zimmerpflanzen, Kerzen, arrangierte Bücherstapel oder Fruchtschalen werden passend zur Umgebung ausgewählt und perfekt inszeniert. Am Ende entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das alle Sinne berührt. Beim Aesthetic Cleaning reicht es nicht, Dinge einfach nur schnell zu verstauen.
Ordnung soll gleichzeitig praktisch und optisch beruhigend wirken. Deshalb werden Alltagsgegenstände bewusst arrangiert und häufig selbst Teil der Einrichtung. Behälter, Handtücher, Decken, Bücher oder Kissen sind nicht einfach nur Gebrauchsgegenstände, sondern bewusst eingesetzte Gestaltungselemente. Ordnung wirkt sich positiv auf die Stimmung aus – besonders dann, wenn auch die visuelle Gestaltung miteinbezogen wird.
Eine ruhige, aufgeräumte Umgebung mit wenigen Störfaktoren kann dazu beitragen, dass man besser abschalten und sich konzentrieren kann. Beim Aesthetic Cleaning wird Putzen deshalb nicht nur als Haushaltspflicht verstanden, sondern auch als Gestaltung des eigenen Wohlfühlraums. Die beruhigende Wirkung vieler Cleaning-Videos ist kein Zufall. Musik, Zeitraffer, perfektes Licht und starke Vorher-Nachher-Effekte sorgen dafür, dass die Inhalte fast wie kleine Kunstwerke wirken.
Mit dem echten Alltag haben sie jedoch oft nur wenig zu tun. Niemand muss sich schlecht fühlen, weil die eigene Wohnung nicht aussieht wie bei Influencern auf TikTok oder Instagram. Eng verwandt mit dem Aesthetic Cleaning ist die sogenannte «Clean Girl»-Ästhetik. Hier stehen Natürlichkeit, Minimalismus und strukturierte Styling-Routinen im Mittelpunkt.
Gepflegte Haut, dezentes Make-up, gesunde Ernährung und eine ordentliche Umgebung gehören dabei oft zusammen. Selfcare wird zum festen Bestandteil des Alltags und soll Ruhe sowie Kontrolle erzeugen. Auch wenn Cleaning-Videos beruhigend wirken können, sollte man ihren Hintergrund nicht ausser Acht lassen. Viele Inhalte dienen vor allem dazu, Reichweite zu erzeugen oder Produkte zu verkaufen.
Oft werden darin bestimmte Reiniger, Gadgets oder Ordnungssysteme beworben. Zudem zeigt Social Media meist nur perfekt inszenierte Ausschnitte – nicht den stressigen oder chaotischen -Alltag dahinter. Edy Staub verbindet in seinem Atelier Natur mit Kreativität. Mit Moos aus verschiedenen Teilen der Welt kreiert er grossformatige Bilder. blue News Redaktorin Vania Spescha durfte im Workshop selber Hand anlegen.
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