Die Tierschutzorganisation Animal Rights Switzerland kritisiert die CO2-Betäubung von Schweinen im Bell-Schlachthof Basel als legale Tierquälerei und projizierte Botschaften auf das Gebäude. Trotz früherer Empfehlungen zur Einstellung der Methode werden in der Schweiz jährlich rund 2 Millionen Schweine so betäubt.
Mit der Beamer-Aktion hat man laut Animal Rights Switzerland Licht ins Dunkel bringen wollen. zvg Im Bell-Schlachthof in Basel werden jedes Jahr rund 600’000 Schweine geschlachtet.
Darauf weist die Tierschutzorganisation Animal Rights Switzerland unter Berufung auf den Jahresbericht 2023 des Veterinäramts Basel-Stadt hin. Wie in grossen Schlachthöfen üblich, würden die Schweine mit dem Gas Kohlendioxid betäubt. Dabei werden sie in einer Gondel in einen mit CO2 gefüllten Schacht abgesenkt. Die Tiere litten unter Atemnot, Angst und Schmerzen, schreibt Animal Rights Switzerland.
«Legale Tierquälerei» «Die CO2-Betäubung ist legale Tierquälerei. Weil sie im Verborgenen passiert, wissen die meisten Menschen nicht davon», schreibt Céline Schlegel, Geschäftsleiterin von Animal Rights Switzerland, in der Mitteilung zur neusten Aktion der Organisation. Mit der Beamer-Aktion habe man Licht ins Dunkel bringen wollen. So projizierten Aktivistinnen und Aktivisten den Schriftzug «Hier wird mit CO2 betäubt» auf den Turm des Bell-Schlachthofs in Basel.
Schlegel lässt sich in der Mitteilung weiter zitiert: «Jetzt im Grillsommer wird besonders viel Fleisch gegessen. Firmen wie Bell machen in dieser Zeit einen enormen Umsatz auf Kosten der Tiere. » Methode sei umstritten Die Organisation weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass die Methode seit Längerem umstritten sei. Bereits 2004 empfahl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit , die CO2-Betäubung aus Tierschutzgründen einzustellen.
Auch der Bund habe in der Vergangenheit bereits über das Tierleid informiert. Trotzdem würden in der EU und in der Schweiz Millionen Schweine mit dem Gas betäubt. In der Schweiz sind es laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen rund 2 Millionen Tiere pro Jahr – gut 85 Prozent aller geschlachteten Schweine. Zum Schluss verweist die Organisation auf Videoaufnahmen der deutschen Tierschutzorganisation Animal Rights Watch .
Diese veröffentlichte vor zwei Jahren Aufnahmen aus einem CO2-Schacht eines deutschen Schlachthofs, die den Betäubungsprozess dokumentieren.
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