Der gelbe Riesen begründet den Abbau mit Effizienz und KI-Nutzung. Die Gewerkschaft Syndicom kritisiert die Führungsebene scharf.
2024 hatte die Post die Schliessung von 170 Filialen angekündigt, nun folgt ein Stellenabbau im IT-Bereich.berichtet, stehen in der Informatikabteilung des Staatsbetriebs rund 60 Entlassungen an.
Bei etwa 20 weiteren Angestellten sollen zudem die Arbeitsverträge angepasst werden, was beispielsweise eine Änderung der Funktion oder des Arbeitsortes bedeuten kann. Derzeit beschäftigt die Post schweizweit rund 1500 Mitarbeitende im IT-Bereich. Auf Anfrage der Westschweizer Zeitung bestätigte die Post die genannte Grössenordnung. Das Unternehmen spricht von einer «Neuausrichtung des IT-Systems».
Man stehe im Austausch mit den Angestellten und den Sozialpartnern. Mitte Juni soll das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren eingeleitet werden. Definitive Zahlen dürften gemäss der Post erst nach Abschluss dieses Prozesses vorliegen. Als Treiber für die Umstrukturierung nennt die Post die Notwendigkeit, ihre Informatik in eine «neue Phase der umfassenden Transformation» zu führen.
Es gehe um strategische Effizienz, eine Reduktion der Komplexität und letztlich auch um Kostensenkungen. Die internen Prozesse müssten beschleunigt, die IT-Landschaft vereinfacht und künstliche Intelligenz effizienter genutzt werden. Die Post steht mit dieser Entwicklung nicht alleine da: Seit einigen Monaten ist die Nachfrage nach Informatikern in der Schweiz – nicht zuletzt wegen des KI-Booms – spürbar zurückgegangen. Bei der Gewerkschaft Syndicom stösst das Vorgehen auf scharfe Kritik.
Im Zentrum steht dabei die bisherige IT-Strategie des Konzerns: Erst im vergangenen September war bekannt geworden, dass die. Damals betonte das Unternehmen noch, die Auslagerung erfolge ohne Kündigungen im Inland. Gegenüber «Le Temps» erklärte die Post nun, dass der Ausbau des Standorts in Portugal aktuell nicht weiterverfolgt werde. Für Syndicom ist das nur ein schwacher Trost.
Ein Gewerkschaftssprecher betonte, dass die Auslagerung nach Portugal einst mit dem Fachkräftemangel begründet worden sei. Wenn nun aber Schweizer IT-Stellen bedroht seien, müsse die Post ihre Strategie dringend korrigieren.
«IT-Arbeit, die für den Service public, die Datensicherheit und die digitale Infrastruktur der Post essenziell ist, muss in erster Linie in der Schweiz bleiben», so die Forderung. Darüber hinaus verlangt Syndicom einen massgeschneiderten Sozialplan sowie Frühpensionierungen und fordert, auch die Chefetage über die Bücher geht: «Es ist nicht glaubwürdig, einen Stellenabbau im operativen Bereich zu planen, während die darüber liegenden Führungsstrukturen unangetastet bleiben. » Der IT-Einschnitt ist Teil einer umfassenderen Reorganisation beim gelben Riesen. 2024 hatte die Post die
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