Eine gefälschte Hotelplan-Website lockt mit angeblichen Rückerstattungen. Kreditkartendaten werden gestohlen und Zahlungen freigegeben. So schützen Sie sich vor Phishing.
Eine neue Phishing -Welle nutzt den Namen und das Logo von Hotelplan, um an Kreditkartendaten zu gelangen. Die Betrüger versenden E-Mails, die eine angebliche Reise bestätigen und eine Schaltfläche mit der Bezeichnung Buchungsdetails ansehen enthalten. Wer darauf klickt, gelangt auf eine gefälschte Website, die wie das offizielle Portal von Hotelplan aussieht. Dort wird zunächst eine angebliche Sicherheitsprüfung angezeigt, bevor eine bereits bezahlte Hotelbuchung erscheint.
So funktioniert der Hotelplan-Phishing-Betrug
Die gefälschte Website täuscht vor, dass eine Rückerstattung beantragt werden kann. Nutzer werden aufgefordert, den Rückerstattungsprozess zu starten und Kreditkartendaten einzugeben. Nach der Eingabe erscheint der Hinweis, dass die Rückerstattung bearbeitet werde. Tatsächlich werden die erfassten Kreditkartendaten an die Betreiber der betrügerischen Website übermittelt.
Anschließend sollen die Empfänger eine Zahlungsanfrage in ihrer Banking-App bestätigen oder einen OTP-Code eingeben. Diese Anfrage dient jedoch nicht dem Erhalt einer Rückerstattung, sondern der Freigabe einer Zahlung. Die Bestätigung der Anfrage oder die Eingabe des Codes autorisiert somit eine Belastung der Kreditkarte.
Schutzmaßnahmen gegen gefälschte Rückerstattungs-E-Mails
Die Polizei und Verbraucherschützer raten dringend, solche E-Mails zu ignorieren und in den Junk- oder Spam-Ordner zu verschieben. Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten sollten niemals angeklickt werden, da sie optisch manipuliert sein können. Sensible Daten sollten nur preisgegeben werden, wenn zuvor gründliche Abklärungen getätigt wurden.
Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität der Nachricht zu klären. Wer eine unerwartete Reisebestätigung oder Rückerstattungsaufforderung erhält, sollte niemals direkt auf enthaltene Links klicken. Stattdessen sollte die offizielle Website des Unternehmens manuell geöffnet und dort geprüft werden, ob tatsächlich eine Buchung besteht.
Richtiges Verhalten bei verdächtigen Zahlungsanfragen
Besonders wichtig ist, dass keine Zahlungsanfrage in der Banking-App bestätigt und kein OTP-Code eingegeben wird, wenn man selbst keine Zahlung ausgelöst hat. Andernfalls könnte eine ungewollte Abbuchung erfolgen.
Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte umgehend sein Finanzinstitut informieren und die involvierten Bank- oder Debitkarten sperren lassen. Zudem ist es erforderlich, nach telefonischer Voranmeldung bei der örtlichen Stelle der Kantonspolizei Anzeige zu erstatten.
Die Betrugsmasche ist nicht neu, wird aber immer wieder angepasst. Die Täter nutzen bekannte Markennamen wie Hotelplan, um Vertrauen zu erwecken. Achten Sie daher auf eine sorgfältige Prüfung unerwarteter Nachrichten und handeln Sie im Zweifel lieber vorsichtig.
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