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Openair Frauenfeld 2026: Weniger Acts, kein Gratis-Camping

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Openair Frauenfeld 2026: Weniger Acts, kein Gratis-Camping
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Das Festival setzt 2026 auf ein kompakteres Programm und führt erstmals zusätzliche Campinggebühren ein. Der Veranstalter spricht von einer bewussten Qualitätsstrategie.

Das Openair Frauenfeld 2026 präsentiert nur noch 42 Acts im Hauptprogramm. Gegenüber 89 Acts im Jahr 2023 ist das weniger als die Hälfte. Erstmals ist das Camping nicht mehr im Ticketpreis inbegriffen.

Besucherinnen und Besucher benötigen neu einen zusätzlichen Camping-Voucher. Der Veranstalter sagt, weniger Acts sollen für besser besuchte Konzerte und weniger Überschneidungen sorgen. Das wären etwas mehr als im Vorjahr, aber immer noch deutlich weniger als 2024. Gleichzeitig fällt im Vergleich zu den Vorjahren auf: Das offizielle Hauptprogramm ist deutlich kleiner geworden, dieDas offizielle Hauptprogramm umfasst dieses Jahr 42 Acts.

Zum Vergleich: 2023 standen rund 89 Acts auf dem Programm, 2024 waren es rund 73 und 2025 noch rund 63. Gegenüber 2023 entspricht das einem Rückgang um 53 Prozent. Dabei dauert das Festival weiterhin drei Tage. Die 42 Namen auf dem offiziellen Line-up-Poster würden lediglich das Hauptprogramm zeigen.

Hinzu kämen zahlreiche Auftritte auf Partnerbühnen sowie weitere Surprise Acts. Die Verkleinerung des Haupt-Line-ups sei zudem eine «bewusste Entscheidung» gewesen, erklärt der Veranstalter auf Anfrage. Nach den besonders umfangreichen Programmen der Jahre nach der Pandemie seien einzelne Bühnen zeitweise nur schwach besucht gewesen. Dank des kompakteren Programms in diesem Jahr müssten sich die Besucher seltener zwischen parallelen Konzerten entscheiden und die einzelnen Auftritte erhielten mehr Aufmerksamkeit.

Von einer grundlegenden Neuausrichtung will das Openair Frauenfeld jedoch nicht sprechen. Vielmehr stehe langfristig die Qualität des Gesamtangebots im Vordergrund.zwei der grössten Rapstars ihrer Generation in Frauenfeld auftraten und in den Folgejahren unter anderem Nicki Minaj, 21 Savage, A$AP Rocky, Young Thug oder 50 Cent auf dem Programm standen, setzen die diesjährigen Headliner auf Don Toliver, Yeat, Gunna, Ken Carson, Swae Lee sowie Sido & Friends.

Eigentlich hätte auch Wiz Khalifa auftreten sollen – der US-Rapper sagte seine Europatour jedoch kurzfristig ab. Auffällig ist zudem: Don Toliver und Gunna gehörten 2024 noch zu einem breiten Spitzenfeld. 2026 zählen sie selbst zu den wichtigsten Zugpferden. Laut dem Veranstalter zählen die aktuellen Acts zu den derzeit prägendsten Künstlern der internationalen Hip-Hop-Szene und geniessen insbesondere bei einem jungen Publikum grosse Popularität.

Das Ziel sei es, jeweils die relevantesten Künstler ihrer Zeit zu verpflichten – und nicht ausschliesslich Acts, die seit Jahren zur absoluten Weltspitze gehörten. Einen direkten Zusammenhang zwischen den tieferen Besucherzahlen 2025 und dem kleineren Line-up weist der Veranstalter zurück. Wirtschaftliche Faktoren spielten zwar immer eine Rolle, entscheidend sei aber die strategische Entscheidung «zugunsten von Qualität und Festivalerlebnis». Zu Budget- und Vertragsdetails äussert sich das Festival nicht.

Der Eventveranstalter Thomas Dürr von Act Entertainment sagt, die Kosten stiegen generell, aber seit Corona sei es extrem. Ein Veranstaltungstechniker verdiene mittlerweile mehr als die meisten Künstler. Ausserdem liessen die grossen Stars den kleinen Künstlern kaum mehr Spielraum.

«Ich fürchte, dass immer mehr Veranstalter ums Überleben kämpfen. Es wird sicherlich eine Marktanpassung in den kommenden Jahren geben», sagt Dürr. Gleichzeitig ist erstmals das reguläre Camping nicht mehr im Ticketpreis enthalten. Wer auf dem Festivalgelände übernachten möchte, benötigt zusätzlich einen Camping-Voucher.

Man sei sich bewusst, dass dies für langjährige Besucherinnen und Besucher eine Umstellung sei, habe aber frühzeitig dazu kommuniziert. Die neue Preisstruktur ermögliche es jedoch, gezielt in Komfort und Sicherheit auf den Campingflächen zu investieren. Gleichzeitig verweist der Veranstalter auf neue Angebote wie den zweistöckigen La Fabrik Dome, den neuen VIP-Bereich oder die ausgebaute Clubville. Diese Investitionen seien Teil des Gesamterlebnisses.

Der reguläre 3-Tages-Pass kostete dieses Jahr wie schon 2025 ab 319 Franken. Neu ist, dass das Standard-Camping nicht mehr im Ticketpreis enthalten ist und separat gebucht werden muss. Bis 2025 war das reguläre Camping im Festivalticket inbegriffen. Seit 2026 benötigen Festivalbesucherinnen und -besucher zusätzlich einen Camping-Voucher, der für das Standard-Camping 80 Franken kostet.

Ich finde es gut, ein kompakteres Programm und mehr Komfort sind mir wichtig. Ich warte ab, ob sich die Änderungen positiv auf die Qualität auswirken. Fabian Pöschl

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