Oliver Stone in Kasachstan: Regisseur bietet sich Autokraten an

Switzerland Nachrichten Nachrichten

Oliver Stone in Kasachstan: Regisseur bietet sich Autokraten an
Switzerland Neuesten Nachrichten,Switzerland Schlagzeilen
  • 📰 tagesanzeiger
  • ⏱ Reading Time:
  • 78 sec. here
  • 3 min. at publisher
  • 📊 Quality Score:
  • News: 34%
  • Publisher: 87%

Der Alleinherrscher Kasachstans war ein «verehrter Kunde». Filmplakate für andere waren schon vorbereitet. Dokumente und ein tumultuöses Video zeigen, wie Stone seinen Ruf verkauft.

Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wieDer Alleinherrscher Kasachstans war ein «verehrter Kunde». Filmplakate für andere waren schon vorbereitet. Dokumente und ein tumultuöses Video zeigen, wie Stone seinen Ruf verkauft.

Eine gemeinsame Recherche mit internationalen Partnern und dem kasachischen Investigativportal «Vlast» bietet nun Antworten darauf. Sie lassen sich auf eine Aussage reduzieren: Oliver Stone hat sein Renommee verkauft. Die Finanzierung des Machwerks über Nursultan Nasarbajew kam über eine Stiftung zustande, die Nasarbajews Tochter steuert, über die er aber nach kasachischem Recht letztlich die Kontrolle hat.

Lediglich im Fall von Alexander Lukaschenko scheint Stone selbst die Reissleine gezogen zu haben, wie aus internen E-Mails hervorgeht. Eine Anfrage dazu liess Stone unbeantwortet. Auch das liesse sich noch als Kritik an den USA interpretieren. Doch die Unterlagen, die dieser Redaktion nun vorliegen, werfen die Frage auf, ob Stone tatsächlich noch ein kritischer Geist ist – oder ob er seinen Ruf inzwischen nicht einfach an internationale Autokraten verkauft.Gemäss internen Mails durften zum Beispiel die kasachischen Auftraggeber für den Film über Nasarbajew Stones Fragen vorformulieren.

Offenbar war sich Stone bewusst, wie problematisch sein Vorgehen war. In einer geleakten E-Mail schreibt sein Produzent, Stone wolle im Interview die mangelnden Menschenrechte beziehungsweise «Fälle ihrer Verletzung» ansprechen – als «eine Art Versicherung», damit ihm im Nachgang «niemand vorwirft, diese Fragen nicht gestellt zu haben». In der veröffentlichten 2-Stunden-Version ist von Menschenrechtsfragen allerdings keine Spur.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

tagesanzeiger /  🏆 2. in CH

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Oliver Kuhns feinste MiniaturenOliver Kuhns feinste MiniaturenDie Uhrmacherei, die aus der Garage kam: Wie ein Automechaniker zum filigranen Mikro-Bildhauer für Uhrenmarken wurde. Zum Beispiel für Richard Mille.
Weiterlesen »

#MeToo in Frankreich: Sie war 14, er war 39 – der Fall Godrèche#MeToo in Frankreich: Sie war 14, er war 39 – der Fall GodrècheDie Schauspielerin Judith Godrèche war noch ein Kind, als sie ein berühmter Regisseur mutmasslich vergewaltigte, schlug und in seine Abhängigkeit zwang.
Weiterlesen »

Blödeln und auf die Pauke hauen: Doch diese «Lustige Witwe» will nicht lustig werdenBlödeln und auf die Pauke hauen: Doch diese «Lustige Witwe» will nicht lustig werdenSo viele Vorschusslorbeeren gab es noch selten für einen Regisseur: Doch Barrie Kosky enttäuscht in Zürich mit seiner Operetteninszenierung. Nicht als Einziger.
Weiterlesen »

5x2 Tickets zu gewinnen: Film über Existenzkampf eines Bauern5x2 Tickets zu gewinnen: Film über Existenzkampf eines BauernRegisseur Pierre Monnard ist etwa für die Serie «Neumatt» bekannt. Sie dreht sich um einen Bauernhof. Auch in seinem neuen Film «Bisons» kämpft ein junger Bauer ums Fortbestehen seines Hofs. Mit allen Mitteln. Gewinnen Sie 5x2 Kinotickets für «Bisons» für das Kino Ihrer Wahl.
Weiterlesen »

Wegen Missbrauchsvorwürfen: Deutscher Gastregisseur zieht sich von Inszenierung am Theater St.Gallen zurückWegen Missbrauchsvorwürfen: Deutscher Gastregisseur zieht sich von Inszenierung am Theater St.Gallen zurückGuy Montavon, Generalintendant des Theaters Erfurt, war als Regisseur für die Oper «Wilhelm Tell» am Theater St.Gallen unter Vertrag. «Um den Ruf des Hauses unberührt zu lassen» hat er sich nun dazu entschlossen, davon zurückzutreten.
Weiterlesen »



Render Time: 2025-02-26 10:43:29