Nnamdi Onwuka hat sich mit knapp vier Jahren für das Eishockey entschieden und möchte Torhüter werden. Trotz Autismus, Mobbing und Schwierigkeiten in der Schule trainiert er mit grossem Einsatz. Seine Mutter förderte seine Karriere über Jahre mit zwei Wohnungen und rund 55'000 Kilometern Fahrten. Eine Elite-Akademie in den USA bot ihm einen Platz an, sein Visum steht noch aus. Der EHC Ehrenspender unterstützt seine weitere Ausbildung mit dem Erlös einer eigens produzierten Handseife.
Eishockey ist Nnamdis Welt. Trotz Autismus und Mobbing träumt der 14-Jährige von einer Zukunft im Profisport im Ausland. Nnamdi Onwuka lebt für Eishockey und träumt von einer Zukunft im Profisport.
Seine Mutter investierte über Jahre viel Geld, Zeit und tausende Kilometer in seine Förderung. Wenn Nnamdi Onwuka im Tor steht, ist die Welt für ihn in Ordnung. Schon als kleiner Bub hat der heute 14-Jährige seine Leidenschaft für Eishockey entdeckt. Mit knapp vier Jahren spielte er zunächst Inline-Hockey mit seinem älteren Bruder.
Wenig später wollte Nnamdi aufs Eis, bereits in der U9 stand für ihn fest: Er will Goalie sein. Heute kennt er Statistiken auswendig, analysiert Spiele und kann stundenlang über Eishockey diskutieren.
«Wenn er im Tor steht, fühlt er sich wohl, ist er zu Hause. Das ist seine Welt», sagt seine Wenn Nnamdi im Goal steht, ist er in seinem Element. Hier trainiert der 14-Jährige beim EHC Visp. - zVgSolange er eine Lehrerin hatte, die auf ihn einging und ihm Sicherheit gab, funktionierte die Schule gut.
Nach einem Lehrerwechsel und Veränderungen in der Klasse begannen jedoch die Probleme. Während es mit der Schule schwierig blieb, konnte Nnamdi über den Sport soziale Kontakte aufbauen. Besonders gute Erfahrungen machte er in der U11. Doch auch auf dem Eis lief nicht immer alles rund.
Überfüllte Garderoben mit Dutzenden Kindern waren für Nnamdi teilweise kaum auszuhalten. Zeitweise zog er sich deshalb in einer separaten Garderobe um. Nnamdi beim «Kings of Spring»-Turnier in Nashville im Mai 2026. Dort stand der 14-Jährige mit einem Schweizer Team auf dem Eis.
- zVgAuch seine Goalie-Ausrüstung musste teilweise orthopädisch angepasst werden. Seit den Anpassungen im Sommer 2026 kommt der 14-Jährige mit seiner Ausrüstung komplett selbstständig zurecht. Während der Saison finanzierte Natalie Onwuka deshalb zwei Wohnungen, eine in der Region Zürich und eine im Wallis. Insgesamt kamen rund 55'000 Kilometer zusammen.
Nnamdi träumt von einer Zukunft im Eishockey. Hier mit seiner Mutter. - zVgIm Sommer folgte die nächste grosse Chance. Eine Elite-Hockey-Academy in den USA wurde über eine Plattform auf den Schweizer Goalie aufmerksam und bot ihm einen Platz in ihrem Programm an.
«Er fühlte sich dort sofort wie zu Hause», erzählt sie. Nnamdi mit seiner Mutter Natalie. Der Verein Ehrenspender sammelt Geld für seine weitere Eishockeyausbildung. - Verein Ehrenspender Unter anderem verkauft der Verein dafür eine eigens produzierte Handseife namens «Ehrenspender».
Der Reinerlös fliesst laut Verein in Nnamdis Förderung. Daneben sind auch direkte Das Geld ist nicht an ein bestimmtes Hockeyprogramm gebunden. Es soll Nnamdi dabei helfen, seine sportliche Ausbildung weiterzuverfolgen und die hohen Kosten für Trainings, Betreuung und Ausrüstung zu decken. Seit Mitte August wartet der 14-Jährige auf sein Visum.
Bis dahin hält er sich mit privaten Trainings fit. Einen festen Verein hat er derzeit nicht.
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