Der Regierungsrat von Nidwalden hat eine Gesetzesrevision in die Vernehmlassung geschickt, um die Kostenübernahme für Personen mit Schutzstatus S nach Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung zu regeln. Die Zuständigkeit soll beim Kanton bleiben, die Finanzierung jedoch solidarisch über alle Gemeinden gemäß ihrer Bevölkerungszahl erfolgen.
Der Regierungsrat von Nidwalden schickt eine Gesetzesrevision in die Vernehmlassung. Die Kosten für Personen mit Schutzstatus S sollen alle Gemeinden mittragen. Der Kanton Nidwalden will frühzeitig festlegen, wer künftig für Personen mit Schutzstatus S zuständig ist, die nach fünf Jahren eine Aufenthaltsbewilligung erhalten und weiterhin Sozialhilfe benötigen.
Die Zuständigkeit soll beim Kanton bleiben, die Kosten sollen gemeinsam und proportional zur Bevölkerungszahl von den Gemeinden getragen werden. Der Regierungsrat hat dazu eine Gesetzesrevision in die Vernehmlassung geschickt. Mit dem Schutzstatus S können Menschen, die wegen des Kriegs aus der Ukraine geflüchtet sind, rasch und ohne ordentliches Asylverfahren vorübergehend Schutz in der Schweiz erhalten. Derhat erst vor kurzem entschieden, den Schutzstatus nicht vor dem 4.
März 2028 aufzuheben. Gleichzeitig zeichnen sich Änderungen der bundesrechtlichen Rahmenbedingungen ab. Der Regierungsrat will deshalb frühzeitig klären, wer künftig zuständig ist und wie die Kosten getragen werden.
«Damit schaffen wir für Kanton und Gemeinden Planungssicherheit», hält Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann fest.erhalten und weiterhin auf wirtschaftliche Sozialhilfe angewiesen sind. Für sie soll der Kanton zuständig bleiben. Auch an der Höhe der Unterstützungsleistungen soll sich nichts ändern.sollen nicht allein von jener Gemeinde getragen werden, in der eine betroffene Person wohnt. Stattdessen werden sie auf alle Gemeinden verteilt, wobei sich der jeweilige Anteil nach der Bevölkerungszahl richtet.
«Mit dieser Lösung verteilen wir die finanziellen Auswirkungen solidarisch auf alle Gemeinden und sorgen für eine ausgewogene Lastenverteilung», erklärt Peter Truttmann. Am 1. September 2026 lebten im Kanton Nidwalden 332 Personen mit Schutzstatus S. Voraussichtlich 218 von ihnen werden im Verlauf von 2027 aufgrund ihrer Aufenthaltsdauer eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. 85 davon beziehen derzeit ganz oder teilweise Asylsozialhilfe. Der Regierungsrat hat die Teilrevision des kantonalen Ausländerrechts in die Vernehmlassung geschickt.
Es gilt eine verkürzte Vernehmlassungsfrist bis zum 16. Oktober 2026. Diese ist notwendig, damit die Vorlage vom Regierungsrat und anschliessend vom Landrat behandelt werden kann und die ordentliche Referendumsfrist eingehalten wird. Ziel ist, die neuen Bestimmungen am 1.
März 2027 in Kraft zu setzen und damit die Zuständigkeiten und die Finanzierung rechtzeitig zu regeln.
Nidwalden Schutzstatus S Gesetzesrevision Kostenbeteiligung Ukrainische Flüchtlinge
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Mexiko trifft Schutzmassnahmen vor Hurrikan 'Polo'Der extrem starke Hurrikan 'Polo' zieht vor der mexikanischen Pazifikküste entlang. Obwohl der Wirbelsturm voraussichtlich nicht direkt auf Land trifft, warnen die Behörden vor Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Mexiko trifft an der Pazifikküste Schutzmassnahmen vor Hurrikan 'Polo': Schulen und Häfen bleiben teils geschlossen, an Stränden gilt Badeverbot. 'Polo' erreichte innerhalb kurzer Zeit die höchste Kategorie 5 und bringt anhaltende Windgeschwindigkeiten von 270 km/h. Am Donnerstag soll sich der Hurrikan der Küste von Michoacán bis auf rund 200 Kilometer nähern. Danach dürfte er sich langsam über dem Meer entlang der mexikanischen Küste bewegen.An der mexikanischen Pazifikküste werden wegen der erwarteten Auswirkungen des extrem starken Hurrikans 'Polo' Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der Schulunterricht fällt in Küstengebieten teils aus, einige Häfen wie Acapulco bleiben geschlossen, wie die zuständigen Behörden mitteilten. An den Stränden signalisieren rote Flaggen ein Badeverbot. Der mexikanische Wetterdienst rechnet damit, dass örtlicher Starkregen Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen könnte. Der Wirbelsturm bildete sich erst am Montagmorgen und erreichte schon am Dienstag die höchste Kategorie 5, wie das US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami mitteilte. 'Nach den bisherigen uns vorliegenden Informationen wird er die Küste nicht direkt erreichen', sagte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum. Allerdings würden heftige Regenfälle in Bundesstaaten wie Michoacán, Jalisco und Colima erwartet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Empfehlungen des Zivilschutzes zu folgen.Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 270 Kilometern pro Stunde und noch stärkeren Böen befand sich 'Polo' in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) rund 335 Kilometer südlich des Urlaubsorts Zihuatanejo.Der Sturm wird sich nach Angaben des NHC in den nächsten Tagen langsam über das Meer und entlang der Küste bewegen.
Weiterlesen »
ÖV-Angebot im Kanton Nidwalden kann weiter wachsenDer Landrat Nidwalden spricht einen Kredit von 17,3 Millionen Franken für die Bereitstellung des ÖV-Angebots im Kanton. Nach rekordhoher Nachfrage in den letzten Jahren kommt es 2027 und 2028 zu einigen Erweiterungen des Angebots.
Weiterlesen »
Nidwalden will Zuständigkeit für Personen mit Schutzstatus S regelnDer Kanton Nidwalden will die Zuständigkeit für all jene Personen mit Schutzstatus S frühzeitig regeln, die nach fünf Jahren eine Aufenthaltsbewilligung erhalten und weiterhin Sozialhilfe benötigen. Die Regierung hat dazu eine Teilrevision des kantonalen Ausländerrechts in die Vernehmlassung geschickt.
Weiterlesen »
«Der Franken ist derzeit ein Verbündeter der SNB» - Experten zum Zinsentscheid der Schweizerischen NationalbankDie Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins nicht verändert. Ökonomen ordnen das Stillhalten ein.
Weiterlesen »
