Das Echo auf unsere Umfrage ist eindeutig: Viele Menschen sind überfordert angesichts der aktuellen Nachrichtenlage. Aber wie geht gesunder Medienkonsum?
«Mir wurde schnell klar, dass ich aufpassen muss, was ich anschaue oder lese», sagt eine Leserin. Im Bild: Trauernde bei der Beerdigung eines von der Hamas getöteten Zivilisten auf dem Yehud-Monosun-Friedhof bei Tel Aviv.Als Redaktion befragen wir unsere Leserschaft regelmässig zu ihren Erfahrungen und Haltungen in bestimmten Fragen. Selten waren die Rückmeldungen so zahlreich und emotional wie dieses Mal.
«Als die Nachricht des terroristischen Angriffs auf Israel und auf die jungen Menschen des Rave-Festivals kam, bin ich in Tränen ausgebrochen und habe den Artikel geschlossen. Ich konnte ihn nicht fertig lesen. «Mir wurde schnell klar, dass ich aufpassen muss, was ich anschaue oder lese. Ich habe bewusst Bilder vermieden. Aber Beschreibungen und Berichte aus dem Krisengebiet machen, dass ich Nacht für Nacht von diesem Krieg träume, Angst, Anspannung und Ohnmacht fühle. Es geht mir so nahe, weil ich mir so gut vorstellen kann, dass meine Töchter an dieser Party hätten sein können.
Ein 69-jähriger Leser, der sich auch über die SRF-«Tagesschau» sowie das «Echo der Zeit» informiert, schätzt, dass bei diesen Medien die Infos fundiert seien und nicht reisserisch aufbereitet würden. Er plädiert dafür, den Medienkonsum nicht einzustellen. «Wenn ich nicht arbeite, bin ich fast jede freie Minute an diesem Thema dran. Ich schaue alles dazu auf SRF und ZDF. Lese dazu viele Artikel auf Tagesanzeiger.ch, ‹Watson› und ‹Blick›. Weiter schaue ich Videos auf Youtube und Instagram oder schaue den Nachrichtensender Welt.Inzwischen bin ich am Boden zerstört und schaue täglich Videos von toten Kindern, die in Gaza aus den Trümmern geborgen werden. Es macht mich fertig.
Ich wurde dann über andere Kanäle informiert, dass ich den Zugang für meine Kinder – auf Tiktok und Instagram – sperren solle, damit sie diese bestialische Gewalt nicht ungefiltert sehen. Wir haben dann darüber gesprochen und uns auf einige neue Medienkonsum-Spielregeln geeinigt.»Es gibt auch vereinzelt Rückmeldungen von Menschen, die angeben, die Bilder aus Nahost hätten nichts Besonderes in ihnen ausgelöst.
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