Der Rheintunnel soll ab 2040 bis zu 30 Prozent des heutigen Verkehrs von der Osttangente und aus Birsfelden schlucken.
An einer Infoveranstaltung zur Planauflage informierten die Behörden mit aktualisierten Zahlen über das Milliardenprojekt für die Region Basel.Blick von der Verzweigung Hagnau Richtung Basel: Der Abschnitt ist heute schon stark überlastet; kommt es zu einem Unfall, leidet ganz Basel unter Stau und Ausweichverkehr.
Der Rheintunnel soll ab 2040 Abhilfe schaffen.Der A2-Rheintunnel unter Basel wird konkreter: Am Mittwochabend informierten die Behörden im Basler Volkshaus über die öffentliche Planauflage des Mega-Projekts, das zwischen 2030 und 2040 gebaut werden soll. Die Planauflage vom 15. November bis zum 14. Dezember ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung des Tunnelprojekts: Hierbei sind Details zur Umsetzung des Projekts ersichtlich und Beschwerden gegen das Bauvorhaben sind möglich. Tatsächlich wird das Projekt dazu auch marginal teurer. Neu belaufen sich die Gesamtkosten laut Bundesamt für Strassen auf 2,59 Milliarden Franken statt der bislang veranschlagten 2,36 Milliarden Franken. Die 230 Millionen Franken Unterschied resultieren laut Angaben des Astra allerdings nicht aus Anpassungen am Projekt selbst, sondern aus genaueren Kostenprognosen.Daneben wartet das Astra mit aktualisierten Zahlen zum Rheintunnel auf. Offiziell sprechen die Verantwortlichen jetzt von einer oberirdischen Verkehrsentlastung zwischen Hagnau und Wiese um rund 30 Prozent, also knapp einen Drittel. Vorher war auf offiziellen Dokumentationen noch die Rede von einer vorsichtigeren Schätzung mit 25 Prozent, also einem Viertel weniger Verkehrsaufkommen. Die Entlastung der Osttangente ab Fertigstellung des Rheintunnels um das Jahr 2040 wird damit leicht nach oben korrigiert. Eine ebenso wesentliche Entlastung soll sich für die Ortsdurchfahrt Birsfelden ergeben. Auch dort wird mit rund einem Drittel weniger Verkehr zu Stosszeiten gerechnet, als es heute der Fall ist. Dies hatte der Baselbieter Baudirektor Isaac Reber kürzlichWeniger oberirdischer Lärm und Natur-Massnahmen Deutliche Entlastungen prognostiziert das Astra für das Territorium von Basel-Stadt selbst. «Ausgewählte basel-städtische Strassen werden um 10 bis 20 Prozent entlastet. Insgesamt reduziert sich der Verkehr im Strassennetz des Kantons Basel-Stadt um 4 Prozent oder 45’000 Fahrzeugkilometer.» In diesem «dichten und hochbelasteten» Strassennetz entspreche dies einer grossen Veränderung, heisst es in einer Mitteilung, die begleitend zur Infoveranstaltung publiziert wurde. Das Astra, aber auch die Kantone Basel-Stadt und Baselland stellen durch den Rheintunnel-Bau eine massive Lärmminderung für die Anrainer-Quartiere in Aussicht. Dies war auch die Prämisse, unter der das Gesamtprojekt Rheintunnel damals gestartet worden war. Die Anschlüsse ans bestehende Autobahnnetz werden eingehaust sein und durch die Verlagerung des Verkehrs von der Osttangente unter den Boden soll massgeblich mehr Ruhe entstehen. Betont werden auch Massnahmen für die Umwelt, die mit dem Projekt umgesetzt würden. Es gehe darum, durch den Rheintunnel beanspruchte Lebensräume von Tieren und Pflanzen wiederherzustellen. Zudem werde während der Bauzeit eine nachhaltige Logistik angestrebt: Von den geschätzten rund 5,2 Millionen Tonnen Ausbruch- und Aushubmaterial soll ein Drittel vor Ort wiederverwendet werden, ein weiteres Drittel zum Auffüllen von Kiesgruben im Mittelland genutzt werden und ein letztes Drittel in Deponien gelagert werden.HaushaltabgabeMehr Konkurrenz für Migros und Coop: Die französische Billigkette Stokomani kommt in die Schweiz – das bietet sie Copyright © bz Basel. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Aargauer Zeitung ist nicht gestattet.
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