Neue ETH-Technik macht hochauflösende Displays viel kleiner

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Neue ETH-Technik macht hochauflösende Displays viel kleiner
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Das neue Material macht besonders kleine und hochauflösende Bildschirme möglich. Es soll sich in der Halbleiterindustrie präzise verarbeiten lassen.

ETH-Forschende haben ein neues Leuchtmaterial entwickelt, das die Herstellung besonders kleiner und hochauflösender Displays ermöglicht. Bildschirme werden immer kleiner und gleichzeitig immer schärfer. Das zeigt sich in Augmented-Reality-Brillen oder bei elektronischen Suchern von Kameras, deren Bildschirmdiagonale zum Teil weniger als einen Zentimeter beträgt.

Je kleiner die Bildschirmpixel, desto schwieriger wird allerdings deren Herstellung. Für besonders kleine Pixel sind organische Leuchtdioden vielversprechend. Anders als klassische Leuchtdioden bestehen sie nicht aus Kristallen, sondern aus Verbindungen auf Kohlenstoffbasis. Bei klassischen LEDs nimmt die Leuchtkraft ab, wenn ihre Halbleiterstrukturen immer kleiner werden.

Organische Leuchtmaterialien ermöglichen dagegen auch winzige und dennoch helle Pixel. Doch die organischen Leuchtmaterialien eigneten sich nicht für die hochpräzisen Herstellungsmethoden der Halbleiterindustrie, weil bei der dabei verwendeten Fotolithografie Chemikalien zum Einsatz kommen, welche die organischen Moleküle zersetzen. Forschenden der ETH Zürich ist es gelungen, organische Leuchtmaterialien für die in der Halbleiterindustrie verbreitete Fotolithografie nutzbar zu machen. Sie entwickelten Leuchtpolymere, die sich auf Halbleiterchips auftragen lassen und den aggressiven Chemikalien des Herstellungsprozesses standhalten.

Unter UV-Licht härten die Materialien gezielt aus, sodass sich winzige und präzise Strukturen herstellen lassen. Das erlaubt eine einfachere Herstellung hochauflösender und vor allem sehr kleiner Displays. Die ETH zeigte ein Test-Display mit einem 1 mal 2,4 Millimeter grossen leuchtenden ETH-Logo. Die Technik soll auch in winzigen Lichtquellen für die Medizintechnik sowie in Geräten für die biologische Forschung eingesetzt werden.

Winzige OLEDs könnten einzelne biologische Zellen gezielt untersuchen oder Nervenzellen in einer Petrischale mit Licht anregen. Sehr kleine und präzise steuerbare Lichtquellen könnten mit dem neuen Ansatz direkt auf Mikrochips hergestellt werden und zum Beispiel auch in der Mikroskopie und in Sensoren nützlich sein. Gerade einmal jedes 50. verkaufte Smartphone hat ein faltbares Display. Dennoch zieht es Apple Jahre nach der Konkurrenz in diesen Nischenmarkt.

Zudem wird die KI-Strategie des Konzerns klarer. Apple bringt erst Jahre nach Vorreitern wie Samsung sein erstes auffaltbares iPhone auf den Markt. Dennoch glauben Marktforscher, dass der Neuankömmling schnell die Führung übernehmen wird. Copyright © St. Galler Tagblatt.

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