In Kalifornien sind erneut mehrere Brände ausgebrochen. Die Behörden befürchten weitere Schäden durch anhaltende starke Winde. Tech-Milliardär Elon Musk will mit Starlink kostenlose Internetverbindung in den betroffenen Gebieten anbieten.
In Los Angeles ist am Montagabend erneut ein Feuer ausgebrochen. Der Brand begann in einem ausgetrockneten Flussbett nordwestlich von Los Angeles bei Oxnard und griff eine landwirtschaftliche Nutzfläche. In der Nacht war mit zunehmend heftigen Winden zu rechnen. Zusätzliche Tanklastwagen und Dutzende weitere Feuer wehrleute kamen in Los Angeles an, um beim Kampf gegen die Brände zu helfen.
Die Sorge ist groß, dass der Wind die bisher erzielten Erfolge der Einsatzkräfte wieder zunichte machen und die Feuer weiter antreiben könnte. Die Feuerwehr konnte bisher ein Drittel des Eaton-Feuers bei Pasadena unter Kontrolle bringen, beim Brand in Pacific Palisades an der Küste war es am Montag etwa ein Siebtel. In der Nacht auf Mittwoch ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 25 angestiegen. Behördenangaben zufolge könnten die Zahlen noch weiter ansteigen. Mehr als 160 Quadratkilometer Fläche mit mehr als 12’000 Gebäuden wurde durch Brände im Großraum Los Angeles zerstört.Tech-Milliardär Elon Musk will an den von Bränden betroffenen Gebieten von Los Angeles kostenloses Internet über das Satellitensystem Starlink anbieten. Dafür sollen Starlink-Empfangsanlagen mit offenem WLAN dort platziert werden, wo sie am meisten benötigt würden, schrieb Musk auf seiner Online-Plattform X. Ein Cybertruck von Tesla mit einer Starlink-Empfangsanlage in der Windschutzscheibe soll im Stadtteil Pacific Palisades Gratis-WLAN zur Verfügung stellen. Zur Stromversorgung sollen «Cybertruck»-Elektro-Pickups des von Musk geführten Autobauers Tesla dienen. Auslieferungen neuer «Cybertruck»-Fahrzeuge in Kalifornien würden sich um mehrere Tage verzögern, da Tesla neue Wagen dafür einsetzen werde, kündigte Musk an. Er ist auch Chef der Weltraumfirma SpaceX, die Starlink betreibt.Im Zusammenhang mit den Bränden sind laut Polizeiangaben rund 40 Menschen festgenommen worden. Die Vorwürfe reichten von Plünderungen über den illegalen Betrieb von Drohnen, die Löschflugzeuge behindern könnten, bis hin zu Verstössen gegen das Ausgehverbot, sagte der Sheriff des Bezirks, Robert Luna. Polizeichef Jim McDonnell sagte, drei Menschen seien unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen worden. Eine Person habe mit einem Grillanzünder Brände gelegt und eine andere einen Mülleimer angezündet. Die dritte Person sei dabei erwischt worden, wie sie ein Gebüsch angezündet habe. Die kleinen Feuer seien alle schnell gelöscht worden. Die großen Hollywoodstudios haben Millionenbeiträge an Rettungskräfte und Hilfsorganisationen gespendet. Amazon, Universal und Netflix stellten nach eigenen Angaben jeweils umgerechnet rund 9,75 Millionen Euro bereit. Disney hatte bereits am Freitag eine Spende in Höhe von umgerechnet rund 14,6 Millionen Euro angekündigt. Medienberichten zufolge hat Warner Brothers die gleiche Summe zugesagt. Außerdem habe Sony rund 4,87 Millionen Euro gespendet, berichten «Variety» und «The Hollywood Reporter». Die Gelder fließen unter anderem an die kalifornische Feuerwehr und das Rote Kreuz. Amazon hat den Rettungskräften zusätzlich firmeneigene Drohnen sowie Sachspenden wie Nahrungsmittel, Kinderbetten und Hygieneartikel zur Verfügung gestellt, sagte das Unternehmen in einer Mitteilung. Einige der Firmen kündigten auch an, Mitarbeiter, die durch die Brände ihr Zuhause verloren haben, finanziell und logistisch unterstützen zu wollen. Aufgrund erhöhter Mengen an Asche und Feinstaub in der Luft stellt die Stadt Los Angeles nun kostenlos Schutzmasken in öffentlichen Einrichtungen bereit. Durch die stärker gewordenen Winde sei die Feinstaub-Belastung erhöht und vor allem für gefährdete Gruppen ungesund, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Die Masken stehen in Bibliotheken, Freizeitzentren und Altenheimen bereit und werden von Hilfsorganisationen verteilt. Betroffenen wird geraten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, hohe körperliche Belastungen zu vermeiden und wenn möglich Klimaanlagen oder Luftfilter zu benutzen. Der Bezirk hatte aufgrund enormer Mengen an gesundheitsgefährdendem Rauch und Feinstaub in der Luft am Freitag bereits den Gesundheitsnotstand ausgerufen
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