Neubau an der Badener Brauerei: Umgehungsarbeiten halten direkten Weg zur Dynamostrasse blockiert

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Neubau an der Badener Brauerei: Umgehungsarbeiten halten direkten Weg zur Dynamostrasse blockiert
Baden, Badener Brauerei, Hans-Müller-Turm

Am Areal der Badener Brauerei laufen die letzten Umgebungsarbeiten. Die alte Güterstrasse bleibt bis voraussichtlich zum 17. Oktober für Fussgänger gesperrt, während neue Wege, Gewerbeflächen und der künftige Biergarten entstehen.

Wer vom Bahnhof in Baden zur Dynamostrasse möchte, muss momentan einen Umweg in Kauf nehmen. Der direkte Weg durch die Bahnhofunterführung führt zwar weiterhin bis zum Bereich zwischen Langhaus und Müllerbräu-Areal, doch die alte Güterstrasse ist derzeit gesperrt.

Wer von Baden Ost nach Baden West will, muss deshalb am Langhaus entlang ausweichen. Ein kleines A4-Blatt an der Absperrung weist darauf hin, dass der Fussgängerbereich voraussichtlich bis zum 17. Oktober offen gehalten wird. Für viele Passantinnen und Passanten ist die Sperrung weniger ein grosses Thema, denn die Arbeiten dahinter zeigen, wie stark sich das frühere Brauereigeland gerade verwandelt.

Gestaltung der Umgebung am Bahnhof

Von der Haselstrasse aus lässt sich der Baufortschritt besser erkennen. Dort füllen Bauarbeiter mit Baggern die vorgesehenen Flächen mit Kies auf. Wo kurz zuvor noch Baumaschinen standen, entsteht künftig ein neuer Gehweg, der das neue Wohnquartier direkt mit dem Bahnhof verbindet. Diese Umgebungsgestaltung ist ein zentraler Schritt, damit die Überbauung nicht nur als abgeschlossenes Bauprojekt besteht, sondern tatsächlich Teil der Stadt wird.

Laut Felix Meier, Bauherr und Geschäftsführer von Müllerbräu, sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein. Zu diesem letzten grossen Baustein gehören mehrere Bereiche: der Zugang vom Bahnhof zum Portico beziehungsweise zur neu entstehenden Vorhalle beim Biergarten, der Vorplatz beim neuen Hochhaus und die Brauereigasse. Letztere soll künftig zur zentralen Verbindung des Areals werden und zugleich die beiden Baufelder A und B voneinander trennen. Auf dem nördlichen Baufeld B steht bereits der elfstöckige Hans-Müller-Turm.

In dem Hochhaus entstehen 76 Wohnungen, im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen vorgesehen. Auf dem südlichen Baufeld A wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren drei Mehrfamilienhäuser errichtet. Dort entstanden insgesamt 60 Mietwohnungen, ebenfalls mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Die Vermarktung der neuen Wohnungen läuft bereits seit zwei Jahren nach Baubeginn an.

Vermietung und Preise der Wohnungen

Insgesamt umfasst das Wohnprojekt 136 Einheiten. Mehr als die Hälfte ist bereits vermietet oder reserviert, konkret sind es 81 Wohnungen. Eine der teuersten Einheiten befindet sich im obersten Stock des Hans-Müller-Turms. Es handelt sich um eine 4½-Zimmer-Wohnung mit rund 106 Quadratmetern Wohnfläche.

Die Monatsmiete beträgt 3940 Franken inklusive Nebenkosten. Der Bezugstermin ist auf den 1. Mai 2027 festgelegt. Auch der Biergarten soll zu diesem Zeitpunkt erstmals wieder geöffnet werden.

Er liegt zwischen den drei Gebäuden auf Baufeld A und wird künftig auf mehreren Wegen erreichbar sein: von der Dynamostrasse, über die Brauereigasse und den neu geschaffenen Säulengang oder durch den Durchgang im Langhaus vom Bahnhof her. Damit wird deutlich, wie wichtig die alte Güterstrasse für die künftige Erschliessung des Areals ist. Bis sie wieder freigegeben ist, müssen Fussgängerinnen und Fussgänger noch einen kleinen Umweg nehmen.

Nach Abschluss der Umgebungsarbeiten soll der neue Stadtteil jedoch direkt und auf mehreren Routen erreichbar sein. Das Projekt verbindet historische Spuren der Badener Brauerei mit moderner Wohnarchitektur. Felix Meier blickt vom Dach seines Hochhauses auf das Alpenpanorama und auf ein Bauvorhaben, auf das nach Angaben des Bauherrn rund 15 Jahre Planung vorausgingen. Die Hochbauarbeiten seien pünktlich zur Halbzeit abgeschlossen worden.

Gewerbliche Nutzung im Müllerbräu-Neubau

Auch die gewerbliche Nutzung des Areals wird weiter geplant. Das Caffè Uno bekommt im Müllerbräu-Neubau ein neues Zuhause für seine Rösterei und eine zweite Espressobar. Auf rund 300 Quadratmetern sollen Kaffee produziert und genossen werden. Das Baugesuch dafür liegt nun vor.

Mit den laufenden Arbeiten, den neuen Zugangswegen und den noch offenen Mietwohnungen entsteht aus dem früheren Brauereigeland ein dicht bebauter Quartierabschnitt, der Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und städtische Bewegung miteinander verbindet.

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