Das Restaurant an der St.-Jakob-Strasse serviert Wild aus der Bündner Hochjagd und setzt, wo immer möglich, auf Schweizer Fleisch.
Das Restaurant an der St.Jakob-Strasse setzt auf Wild aus der Bündner Hochjagd und auf Schweizer Fleisch, wo immer möglich.
«In kleinen Dingen gross sein», lautet das Credo von Köbi Nett. Und das gelingt dem «Netts»-Team. Im «Netts Schützengarten» prägen dunkles Holz und die Brauerei-Rohre über der Bar das Bild. Unser Interesse gilt allerdings weniger der Einrichtung als der Wildkarte: Es ist der erste Abend diesen Herbst, an dem die Gäste daraus bestellen können.
Zum Auftakt bestellen wir Hirschcarpaccio mit eingelegten Eierschwämmli und Sbrinz sowie eine Kürbissuppe mit Kürbiskernen. Das dünn aufgeschnittene Hirschfleisch ist zart, die Eierschwämmli bringen Abwechslung ins Gericht. Auch die cremige Kürbissuppe überzeugt mit viel Aroma. Überraschend findet sich auf der Wild-Karte Rock Lobster auf Papaya-Mango-Salat mit Chili-Limettensud.
Die Krabbe ist aromatisch, der fruchtige Salat bringt Frische auf den Teller. Dass das Gericht überhaupt auf der Wildkarte steht, ist dem Zeitpunkt unseres Besuchs geschuldet, erzählt Gastgeber Köbi Nett später. Wir erwischen gerade den Übergang zur neuen Karte. Beim Hauptgang bleiben wir konsequent: Hirschpfeffer mit Quarkspätzli, Rotkraut, Marroni und Specktrauben.
Das Fleisch ist im Geschmack angenehm kräftig, wie Hirsch sein muss. Der Star kam allerdings in einem separaten Schälchen. Die Quarkspätzli: fluffig im Innern, aussen kross und ausgesprochen aromatisch. Eine vermeintliche Beilage, die dem Hirsch beinahe die Show stiehlt und so gut ist, dass wir das Angebot einer zweiten Portion noch so gerne annehmen.
Das Wild für Carpaccio und Pfeffer stammt an diesem Abend von der Bündner Hochjagd. Köbi Nett geht selbst auf die Jagd und bringt teilweise Wild mit. Wo immer möglich, setzt das Restaurant auf Schweizer Fleisch, ansonsten kommt es aus Österreich. Wild gibt es, solange die Nachfrage und die Verfügbarkeit stimmen, voraussichtlich bis Anfang Dezember.
Dann steht nicht nur ein Wechsel der Karte, sondern auch der Pächter bevor. David Hartwig und Fidelis Fässler übernehmen den Betrieb inklusive Konzept und allen Mitarbeitenden. Der heutige Geschäftsführer Oliver Nett wird sich neu orientieren. Bleiben wird Köbi Nett.
Er ist seit 25 Jahren Gastgeber im Restaurant und denkt noch nicht ans Aufhören. Zu gross sei die Freude am Betrieb und insbesondere am Team. Eine grundlegende Veränderung ist deshalb nicht geplant. Klassiker wie das Entrecôte Café de Paris sollen bleiben, gleichzeitig dürfen die Jungen neue Ideen einbringen.
Nett fasst seine Philosophie in einem Satz zusammen: «In kleinen Dingen gross sein. » Gutes Essen allein genüge nicht. Service und Details müssten ebenfalls stimmen. Rehschnitzel aus heimischer Jagd und ein Hirsch-Burger, der keine Wünsche offen lässt: Das Restaurant Adler in Bernhardzell trumpft derzeit mit Wildspezialitäten auf.
Gutbürgerliche Küche muss auch an milden Sommerabenden nicht schwer sein. In der Wiler «Falkenburg» verbindet Gastgeberin und Küchenchefin Margot Spiller klassische Gerichte mit saisonalen Ideen.
«Trau keinem dünnen Koch» – Im «Artisans» in der St.Galler Bankgasse wird nach Gefühl gekocht Kalte Suppe, cremige Burrata und Miesmuscheln aus dem Atlantik: Im kleinen «Artisans» an der St.Galler Bankgasse kocht Dario Dominguez mit guten Produkten. Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St. Galler Tagblatt ist nicht gestattet.
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