Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält am 24. September 2026 eine Rede vor der Uno-Generalversammlung in New York und verteidigt Israels Vorgehen gegen den Iran.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am 24. September 2026 vor der Uno-Generalversammlung in New York eine Rede gehalten, in der er Israels Sicherheitspolitik und das Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm verteidigte. Zu Beginn seiner Ausführungen forderte er Delegierte, die er als moralische Feiglinge bezeichnete, auf, den Saal zu verlassen. Netanjahu sagte, Israel habe vor vierzehn Jahren an derselben Stelle eine rote Linie gegen eine iranische Atombombe gezogen und dieses Versprechen eingelöst.
Netanjahu verteidigt Angriff auf Irans Atomanlagen
Der Ministerpräsident erklärte, die Zerstörung der iranischen Atomanlagen sei schwierig gewesen, aber für ihn eine der einfachsten Entscheidungen seiner Amtszeit. Ohne dieses Vorgehen wären nach seinen Worten alle betroffen gewesen. Er bezeichnete es als Ironie, dass Israel durch seine Selbstverteidigung auch jene Länder schütze, deren Delegierte den Saal verlassen hätten, und sprach von Dankbarkeit hinter verschlossenen Türen.
Netanjahu bezog sich auf den 5. Juni 1967 und den Sechstagekrieg. Israel sei damals von Feinden umgeben gewesen, die offen seine Vernichtung gefordert hätten. Zu diesem Zeitpunkt habe Israel weder das Westjordanland noch Gaza oder die Golanhöhen kontrolliert. Er betonte, der Konflikt drehe sich nicht um Territorien, sondern um die Existenz eines jüdischen Staates.
Rückblick auf den Sechstagekrieg 1967
Der Ministerpräsident schilderte, wie Israel vor dem Krieg Massengräber ausgehoben habe, um mit vielen Opfern zu rechnen. Er selbst sei als Oberschüler aus Philadelphia zurückgeflogen, um seinen Bruder Jonathan, genannt Yoni, zu sehen. Dieser sei damals 21 Jahre alt und Offizier bei den Fallschirmjägern gewesen. Netanjahu beschrieb die Begegnung in einem Orangenhain bei Ramle.
Auf seine Frage, was geschehen werde, habe Yoni geantwortet, sie würden gewinnen, weil sie keine andere Wahl hätten. Netanjahu sagte, er erinnere sich an diese Worte, als wären sie gestern gesprochen worden. Israel habe den Krieg gewonnen. Er nutzte die Anekdote, um die Entschlossenheit des Landes zu unterstreichen.
Entebbe und die Folgen für Israel
Neun Jahre später, so Netanjahu weiter, entführten palästinensische Terroristen ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Israel und brachten es nach Entebbe in Uganda. Wie die Nazis hätten die Terroristen jüdische Passagiere selektiert, darunter Männer, Frauen, Kinder und Babys. Der Ministerpräsident verband diese Ereignisse mit der anhaltenden Bedrohung Israels.
Netanjahu warf Staaten wie Grossbritannien und Frankreich vor, Israel des Kolonialismus zu beschuldigen, obwohl sie selbst Kolonialreiche errichtet hätten. Er verwies auf die geringe Fläche Israels im Vergleich zur arabischen Welt. Seine Rede endete mit einem eindringlichen Appell an die internationale Gemeinschaft, Israels Sicherheitsinteressen anzuerkennen.
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