Das deutsch-schweizerische Energieunternehmen nennt als Gründe unter anderem die schlechte Wasserführung am Hochrhein und im Wallis.
Das deutsch-schweizerische Energieunternehmen rechnet für das erste Halbjahr 2026 mit weniger Gewinn als im Vorjahr. Grund dafür ist etwa die schlechte Wasserführung am Hochrhein und im Wallis.
Das Energieversorgungsunternehmen Naturenergie mit Sitz in Laufenburg dürfte das erste Halbjahr 2026 mit weniger Gewinn als im Vorjahr abschliessen. Das schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Das EBIT, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern, beläuft sich nach einer Einschätzung im Zeitraum von Anfang Jahr bis Ende Juni 2026 auf rund 68 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag es bei rund 91 Millionen Euro, also rund 23 Millionen Euro höher.
Naturenergie, die etwa Wasserkraftwerke in der Region betreibt, begründet das tiefere Ergebnis mit einem tieferen Vermarktungsniveau der eigenen Erzeugung und einer schlechten Wasserführung am Hochrhein und im Wallis. Dadurch kam es zu einer niedrigeren Produktion der Wasserkraftwerke. Bis zum Ende des Jahres werde ein EBIT von rund 120 Millionen Euro erwartet, so die Einschätzung aus heutiger Sicht.
«Dies entspricht auch dem Ausblick zu Beginn des Geschäftsjahres 2026», schreibt das deutsch-schweizerische Unternehmen. Im ersten Halbjahr seien Nettoinvestitionen von rund 42 Millionen Euro getätigt worden. Auch diese sind tiefer als 2025, nämlich um rund 12 Millionen Euro. Von den 12 Millionen seien rund 8 Millionen Euro auf tiefere Bruttoinvestitionen zurückzuführen.
Zugenommen haben die erhaltenen Zuschüsse und Desinvestitionen, schreibt das Unternehmen. Mit rund 24 Millionen Euro liegen sie damit rund 4 Millionen Euro höher als im Vorjahr.
«Bis zum Jahresende werden weiterhin Bruttoinvestitionen in Höhe von über 180 Millionen Euro erwartet», schreibt das Unternehmen. Worin genau investiert wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Der definitive Halbjahresbericht erscheint Ende Juli. Bis dahin seien die Einschätzungen des EBIT noch vorläufig.
Erforderliche Gremienentscheide stehen noch aus, Änderungen des Halbjahresabschlusses seien noch möglich, schreibt das Unternehmen. Die Kraftwerke Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt sollen mehr leisten. Dazu muss Gestein mit schwerem Gerät über rund drei Jahre entfernt werden. Besonders Fischereiverbände stellen den ökologischen Ausgleich infrage.
Nun will Naturenergie die Massnahmen nachschärfen. Naturenergie pumpte 165 Millionen Franken in die Energiewende – und rechnet mit Gewinnrückgang Der Laufenburger Energiekonzern baute Netze, Wasserkraftwerke und Speicher aus und erhöhte die Investitionen deutlich. Während der Jahresgewinn leicht zulegte, erwartet Naturenergie im kommenden Jahr aufgrund sinkender Strompreise spürbar tiefere Ergebnisse.
Wasserführung spült Rekordergebnis in «Naturenergie»-Kasse – 1,4 Milliarden sollen bis 2030 investiert werden Erfreuliche Bilanz für die Naturenergie Holding AG mit Sitz in Laufenburg: Das operative Ergebnis 2024 landet bei rund 200 Millionen Franken; das sind über 80 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Dazu trugen auch die Laufwasserkraftwerke in Laufenburg, Rheinfelden und Wyhlen bei. Copyright © Aargauer Zeitung. Alle Rechte vorbehalten.
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