Nächster Automobilzulieferer in Not – 152 Jobs bedroht

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Nächster Automobilzulieferer in Not – 152 Jobs bedroht
Insolvenz, Jobs, Verluste

Ein weiterer deutscher Automobilzulieferer bricht ein. Die Julius Schüle Druckguss GmbH aus Schwäbisch Gmünd hat Insolvenz angemeldet. 152 Jobs sind bedroht.

. Die ausländischen Tochtergesellschaften in Polen und der Slowakei haben keine Insolvenz anträge gestellt, schreibt die «Schwäbische Zeitung». Insgesamt zählt die Gruppe an ihren drei Standorten rund 680 Mitarbeiter.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind laut Unternehmensangaben für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur fürabgesichert. Der Geschäftsbetrieb der deutschen Gesellschaft soll trotz der Schieflage uneingeschränkt weiterlaufen, berichtet «t-online».

«Ich bedauere, dass wir den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung stellen mussten», erklärte Geschäftsführer Michael Eidecker. Er zeigte sich zuversichtlich, die Restrukturierung erfolgreich abschliessen zu können, schreibt die «Schwäbische Zeitung». Unterstützung erhält die Geschäftsführung vom Stuttgarter Rechtsanwalt Martin Mucha der Kanzlei Grub Brugger. Er agiert für die Dauer des Verfahrens als Generalbevollmächtigter im Unternehmen.

Das Unternehmen sei personell und technisch gut aufgestellt, agiere jedoch in sehr schwierigen Märkten.und Überkapazitäten am Markt. Hinzu kommen rückläufige Absatzmengen und Margen – vor allem im Automobilzulieferer-Geschäft. Seit 2024 hätten sich auch die geopolitischen Rahmenbedingungen verschlechtert, heisst es laut der «Schwäbischen Zeitung». Die wirtschaftliche Schieflage reicht Jahre zurück.

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Gesellschaft einen Verlust von 9,6 MillionenDas Schüle-Debakel steht nicht allein, wie «Falkensteg» meldet. Im zweiten Quartal 2026 stellten insgesamt 105 Grossunternehmen mit mehr als zehn MillionenVerluste, Preisdruck, schwache Nachfrage: Der nächste deutsche Automobilzulieferer ist insolvent. - keystone Zwölf davon entfielen auf Automobilzulieferer – damit gehört die Branche zu den am härtesten getroffenen Sektoren. Wie schwer sich im Aluminiumdruckguss ein Käufer finden lässt, zeigt ein weiteres Beispiel.

Der Zerspanungsspezialist ROKU Mechanik aus Unterschneidheim stellt zum Jahresende den Betrieb ein – trotz zweier beinahe abgeschlossener Investorengespräche, berichtet «t-online». Nun soll auch beim Automobilzulieferer Schüle zeitnah ein geeigneter Investor gefunden werden.

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