Die Finma schloss ihr Verfahren ab – jetzt startet Julius Bär ein millionenschweres Aktienrückkaufprogramm.
Julius Bär kauft eigene Aktien für bis zu 600 Millionen Franken zurück Nach der Genehmigung durch die Finma will die Bank in den kommenden zwölf Monaten eigene Aktien zurückkaufen.
Die Aufsichtsbehörde hatte zuvor ihr Verfahren wegen der Signa-Verluste abgeschlossen. Die Rückkäufe beginnen in den kommenden Wochen an der SIX Swiss Exchange. Die Finma hob nach Abschluss des Signa-Verfahrens gewisse Sofortmassnahmen auf. Die Vermögensverwaltungsbank Julius Bär startet ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken.
Die Bank hat dazu die Genehmigung der Finanzmarktaufsicht Finma erhalten, nachdem die Behörde am Dienstag den Abschluss der Untersuchung zum Signa-Debakel mitgeteilt hatte.. Die Durchführung hänge von den vorherrschenden Marktbedingungen ab. Die Aktien werden über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange gekauft. Gleichzeitig kündigte die Gruppe eine Überarbeitung ihrer Kapitalausschüttungspolitik an.
Demnach sollen auch künftig zwischen 40 und 60 Prozent des IFRS-Konzerngewinns ausgeschüttet werden. Ziel sei eine progressive Dividende je Aktie, sofern keine aussergewöhnlichen Ereignisse einträten. Bezüglich der Kapitalisierung verpflichte sich Julius Bär auch weiterhin zur Aufrechterhaltung einer «soliden Kapitalausstattung» mit einer angestrebten Kernkapitalquote von 15 Prozent. Per Mitte 2026 lag die CET1-Kapitalquote der Bank bei 18,5 Prozent.
Die überarbeitete Kapitalpolitik spiegle den stark kapitalgenerierenden Charakter des Geschäfts wider, wird VR-Präsident Noel Quinn in der Mitteilung zitiert. Überschüssiges Kapital werde an die Aktionäre zurückgeführt, gleichzeitig bleibe die finanzielle Stärke und Flexibilität zur Umsetzung der bestätigten Finanzziele für den aktuellen Zyklus 2026-2028 gewahrt. , dass sie ihr seit fast zwei Jahren laufendes Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär wegen der hohen Verluste auf Krediten an den zusammengebrochenen Immobilienkonzern Signa des österreichischen Investors René Benko abgeschlossen habe.
Die Aufsichtsbehörde hatte gleichzeitig gewisse während der Untersuchung verhängte Sofortmassnahmen bezüglich Eigenkapital und Liquidität gelockert respektive aufgehoben. Julius Bär hatte bereits in einer ersten Reaktion mitgeteilt, bei der Finma umgehend die Genehmigung für Aktienrückkäufe beantragt zu haben.
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