Sicherheitsmassnahmen, Nahostkonflikt und historische Schätze: ein Baustellenrundgang mit Direktorin Naomi Lubrich am zukünftigen Standort des Jüdischen Museums in Basel.
Geschichte zum Greifen nah: Direktorin Naomi Lubrich auf der Baustelle des neuen Jüdischen Museums Schweiz.Die Werbebanner am Baugerüst flattern im eisigen Wind. Das Gerüst klappert, als Naomi Lubrich, eingepackt in eine Daunenjacke, den Fuss darauf setzt. Ein Bauarbeiter, der gerade einen Zementsack mit einer Seilwinde ins Obergeschoss befördert, nickt der Direktorin zu.
«Diese Führungen sind eine der wichtigsten Aufgaben, die wir aktuell erfüllen können», so Lubrich. «Denn der Antisemitismus hat sehr stark zugenommen.» Das würden ihr die Lehrpersonen immer wieder bestätigen: «Wenn die Schülerinnen und Schüler die Führung mit dem Verständnis verlassen, dass das Thema komplizierter ist, als es die von ihnen konsumierten Memes darstellen, haben wir schon viel erreicht.
Der neue Standort sei auch historisch bedeutsam, sagt Lubrich, die seit 2015 in Basel lebt. Denn auf der Wiese hinter dem Kollegienhaus befand sich einst ein jüdischer Friedhof, an den heute nicht mal mehr ein Schild erinnert. Nach demStandort des mittelalterlichen jüdischen Friedhofs beim Kollegiengebäude der Universität.
Ein anderer Teil beschäftigt sich mit dem jüdischen Leben hierzulande. «Wir möchten die Geschichte aus einer anderen Perspektive zeigen. Aus Sicht derjenigen, die mal toleriert, dann wieder vertrieben und verfolgt wurden.» Dabei soll es darum gehen, unter welchen Bedingungen sich Jüdinnen und Juden niederlassen durften und welche Rechte sie hatten. «Danach sieht man das eigene Land anders.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Museumsdirektorin: «Der Antisemitismus an den Schulen hat stark zugenommen»Sicherheitsmassnahmen, Nahostkonflikt und historische Schätze: ein Baustellenrundgang mit Direktorin Naomi Lubrich am zukünftigen Standort des Jüdischen Museums in Basel.
Weiterlesen »
Der Nahostkonflikt: Ein Klima der Angst in deutschen SchulenAhmad Dakhnous, deutsch-palästinensischer Politologe, engagiert sich für ein differenziertes Bild im Diskurs über den Nahostkonflikt, besonders für junge Menschen in Schulen. In einem Interview mit SRF News schildert er die Erfahrungen arabischstämmiger Jugendlichen in Deutschland, die von Rassismus, Vorurteilen und einem Gefühl der Ausgrenzung berichten. Dakhnous kritisiert die Doppelstandards in der medialen Berichterstattung und die Instrumentalisierung des Antisemitismus in der Politik, welche zu einer angespannten Atmosphäre in der deutschen Gesellschaft führen.
Weiterlesen »
Der Pferdeflüsterer mit der lauten Stimme: Dieser Trienger ist der höchste Kavallerist der SchweizDer Trienger, bekannt für seine laute Stimme und seine beeindruckende Spielweise, wurde zum höchsten Kavalleristen der Schweiz ernannt. Der Titel, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, wird traditionell an den Spieler vergeben, der sich durch herausragendes Können und Führungsstärke auszeichnet.
Weiterlesen »
Der Pferdeflüsterer mit der lauten Stimme: Dieser Trienger ist der höchste Kavallerist der SchweizBeat Huber ist der Rösseler schlechthin – als Schwadrons-Präsident, auf dem Acker oder als Kutschenfahrer.
Weiterlesen »
Ausspannen vor der Haustüre: Thermal- und Hallenbäder in der Ostschweiz und ennet der GrenzeIn diesen acht Wellnessoasen lohnt sich ein Besuch: Von St.Gallen bis Bad Ragaz, Vals, Lindau oder Konstanz
Weiterlesen »
Historisch Jahr der Abstimmungen 2024: Bilanz der Parteien und der SchweizEine Bilanz der Abstimmungen in der Schweiz im Jahr 2024, die ein volles Programm mit vier Abstimmungssonntagen und zwölf Vorlagen erlebte. Die Linke (SP und Grüne) erzielte einen Rekordsieg, während die SVP und der Bundesrat Rückschläge einstecken mussten.
Weiterlesen »