Die EU und Tunesien haben eine stärkere Zusammenarbeit bei der Migration beschlossen.
Vor gut einem Monat waren die EU-Politiker bereits zu Gesprächen in Tunesien, um den Deal auszuhandeln. Im Gegenzug für die Finanzhilfen soll Tunesien künftig stärker gegen Schlepper und illegale Überfahrten vorgehen, um dort die Abfahrten von Menschen in Richtung Europa zu reduzieren.
«Wir haben ein gutes Paket. Jetzt ist es Zeit, es umzusetzen», sagte von der Leyen mit Blick auf die Absichtserklärung. Saied sagte: «Wir sind fest entschlossen, sie schnellstmöglich umzusetzen.» Er sprach beim Thema Migration von einer «unmenschlichen Situation», die im Kollektiv gelöst werden müsse.
Tunesien ist eines der wichtigsten Transitländer für Migranten auf dem Weg nach Europa. Vor allem in Italien wird seit geraumer Zeit über die Ankunft Tausender Migranten diskutiert. In diesem Jahr stiegen die Migrationszahlen über die Mittelmeerroute massiv. Allein bis Freitag zählte das Innenministerium in Rom mehr als 75'000 Bootsmigranten, die seit Jahresbeginn an Italiens Küsten ankamen – im Vorjahreszeitraum waren es rund 31'900.
01:56 Video Migrationsabkommen: Einschätzung von EU-Korrespondent Andreas Reich Aus Tagesschau vom 16.07.2023. abspielen. Laufzeit 1 Minute 56 Sekunden.
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