MGM Resorts Aktien stürzen nach Rückzug der Übernahmeofferte ab

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MGM Resorts Aktien stürzen nach Rückzug der Übernahmeofferte ab
MGM Resorts, People Inc, Barry Diller

MGM Resorts Aktien fallen um über zehn Prozent, nachdem People Inc die Übernahmeofferte zurückgezogen hat. Anleiherenditen steigen, Nahost-Spannungen belasten die Märkte.

Die Aktien des US-Kasinobetreibers MGM Resorts sind an der Wall Street um mehr als zehn Prozent auf 33,73 US-Dollar gefallen, nachdem der Medienkonzern People Inc seine milliardenschwere Übernahmeofferte für die restlichen Anteile zurückgezogen hatte. Der Kurs erreichte damit den tiefsten Stand seit sieben Monaten und gab alle Gewinne seit der Ankündigung der Offerte im Juni wieder ab. People Inc hält bereits 27 Prozent an MGM Resorts.

Rückzug der Übernahmeofferte belastet MGM

Als Grund für den Rückzug nannte Barry Diller, man habe nicht das Gefühl gehabt, dass sich die Dinge so entwickelten, wie man es sich erhofft hatte. Die Nachricht löste eine Verkaufswelle aus und setzte die Aktie stark unter Druck. Analysten hatten zuvor auf eine Übernahme spekuliert, die nun gescheitert ist.

Der Rückzug erfolgt in einer Phase erhöhter Unsicherheit an den Finanzmärkten. Die Anleger reagierten nervös auf die geopolitische Lage und die geldpolitischen Aussichten.

Anleihemarkt und Nahost-Spannungen belasten

Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit 2004. Auslöser war eine weitere Verkaufswelle am Anleihemarkt, die durch die Warnung eines iranischen Vertreters vor einer Eskalation im Nahen Osten verstärkt wurde. Die Sorge vor einer höheren Inflation rückt wieder in den Mittelpunkt.

Laut Simon Wiersma von der ING Bank könnten die steigenden Renditen die Notenbank zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im kommenden Monat inzwischen auf 71 Prozent ein.

Die geopolitischen Spannungen könnten laut dem iranischen Vertreter auf noch mehr Regionen übergreifen. Dies belastet die Stimmung an den Aktienmärkten zusätzlich.

Oracle und Everpure im Fokus

Der Software- und Datenbankkonzern Oracle unternimmt Schritte, um sich vor hohen Kosten für ein riesiges Rechenzentrum in New Mexico zu schützen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, hat Oracle dem Projektentwickler Blue Owl eine Erklärung über höhere Gewalt übermittelt, um gegebenenfalls Zahlungen aufzuschieben, falls das Projekt mit dem Namen Jupiter nicht wie geplant im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden kann. Das Projekt sei von baulichen Widerständen und behördlichen Rückschlägen geprägt.

Die Aktie des Speicherplatzanbieters Everpure stieg hingegen um fast 18 Prozent. Das Unternehmen überzeugte die Anleger mit seinem mittelfristigen Umsatzausblick. Analyst Steven Enders hatte die Aktie zuvor zum Verkauf empfohlen, da sie zu viel vorweggenommen habe, revidierte seine Einschätzung jedoch angesichts der KI-Strategie des Unternehmens. Vor einigen Tagen hatte der Kurs das höchste Niveau seit der Frühphase des Börsengangs im Jahr 2018 erreicht.

Politische Signale und Marktausblick

Investoren blickten mit Spannung auf das Gipfeltreffen des US-Präsidenten Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Bei dem Treffen sollen die Regulierung von Künstlicher Intelligenz, der Iran-Krieg und die Spannungen um Taiwan erörtert werden. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte vor den für Donnerstag geplanten Gesprächen, dass die beiden Wirtschaftsmächte bereits vereinbart hätten, ihren Waffenstillstand im Handelsstreit bis zum 10. Januar zu verlängern.

Diese Verlängerung fiel kürzer aus als von US-Vertretern im Vorfeld angedeutet, bietet jedoch mehr Zeit, um eine längerfristige Einigung zu erzielen, so die Analysten. Der deutsche Leitindex Dax gab am Donnerstagnachmittag um 0,2 Prozent auf 25'352 Punkte nach, nachdem er zwischenzeitlich bis zu ein Prozent eingebüsst und die 100-Tage-Durchschnittslinie getestet hatte.

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