Mehrspurausbau Zürich-Winterthur: zehn Jahre Bauzeit für Brüttenertunnel

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Mehrspurausbau Zürich-Winterthur: zehn Jahre Bauzeit für Brüttenertunnel
Bahnausbau, Brüttenertunnel, Zürich-Winterthur

Die Schweiz baut die stark frequentierte Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur über zehn Jahre aus. Ein neunter Kilometer langer Brüttenertunnel und der Ausbau von vier Bahnhöfen sollen die Kapazität deutlich erhöhen, kürzere Fahrzeiten und einen zuverlässigeren Viertelstundentakt ermöglichen. Täglich sollen künftig bis zu 900 statt heute 670 Züge auf der Strecke verkehren. Bereits laufen Rodungs-, Werkleitungs- und Installationsarbeiten. Trotz Rücksichtnahme auf Anwohnende ist Baulärm nicht vollständig zu vermeiden.

Seit dem Frühling dieses Jahres laufen die Bauarbeiten für den Mehrspurausbau Zürich-Winterthur. Zehn Jahre lang wird gebaut. Nachfolgend die wichtigsten Punkte im Überblick – auch für Anwohnerinnen und Anwohner.

Am 2. Juli dieses Jahres war offizieller Baustart für den Mehrspurausbau zwischen Winterthur und Zürich. Die Arbeiten dauern rund 10 Jahre. - Keystone/WALTER BIERIDer Mehrspurausbau Zürich-Winterthur wird eine zusätzliche Doppelspur auf einer der meistbefahrenen Strecken des Landes bringen.

Kernstück ist der Brüttenertunnel, der 9 Kilometer lang sein wird. In den zwei einspurigen Röhren können die Züge bis zu 160 km/h fahren. Zusätzlich zum neuen Tunnel werden die vier Bahnhöfe Winterthur-Töss, Bassersdorf, Wallisellen und Dietlikon ausgebaut. Die Hälfte aller Reisenden, die in der Schweiz im Regionalverkehr fahren, sind im Raum Zürich unterwegs.

Die Kapazität kann mit dem heutigen Netz aber nicht weiter ausgebaut werden. Weil dieAktuell sind auf der Strecke Zürich-Winterthur täglich über 120'000 Reisende in rund 670 Zügen unterwegs. Künftig werden 900 Züge möglich, also rund 30 Prozent mehr. Die Fahrzeit von Zürich nach Winterthur wird sich mit dem Brüttenertunnel um bis zu acht Minuten verkürzen, der Viertelstundentakt im Regionalverkehr wird möglich.

Zudem wird das ganze System stabiler. Das heisst, auch im übrigen Zürcher Bahnverkehr wird es weniger Verspätungen geben.die ersten Arbeiten in Angriff nehmen konnten. Sichtbar sind bereits Rodungsarbeiten in Dietlikon und Wallisellen und Werkleitungsarbeiten in Bassersdorf. Zwischen Wangen-Brüttisellen und Dietlikon wird zudem für den Bauplatz Boden abgetragen.

In Winterthur ist das Grossprojekt bereits beim künftigen Tunnelportal in Töss sichtbar, dort wird der Installationsplatz errichtet.werden die Arbeiten «so rücksichtsvoll wie möglich» gemacht – ohne Lärm wird es allerdings nicht gehen. Viele Bau- und Installationsplätze grenzen an Wohngebiete. Baulärm, Staub, Lastwagen und Erschütterungen sind «unvermeidlich», auch in der Nacht und an Wochenenden. Viele Arbeiten sind nur in der Nacht möglich, weil tagsüber Züge fahren.

DieDer Bau des Brüttenertunnels wird 4,5 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial ans Tageslicht befördern. Dies entspricht 45 Mal dem Gewicht des Zürcher Grossmünsters. Um das ganze Material abzutransportieren, braucht es an den Tunnelportalen grosse Installationsplätze und Förderbänder. Das Erdreich kommt per Güterzug in Kiesgruben.

In diesem Jahr laufen noch Vorarbeiten, der offizielle Spatenstich findet im Sommer statt. Die eigentlichen Hauptarbeiten beginnen 2027, die Tunnelbohrmaschinen setzen sich dann 2029 in Bewegung. Zuerst wird der Tunnel von Dietlikon nach Winterthur gebohrt, ab 2032 folgt dann die Verbindung von Bassersdorf bis zur Verzweigung Mülberg. 2036 sollten die Bauarbeiten zu Ende gehen, so dass dieplanen die Bauarbeiten so, dass der Bahnbetrieb so wenig wie möglich gestört wird.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird es dennoch für einzelne S-Bahnlinien Änderungen geben. Diese sind ab

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