Regenwasser ist seit Jahrzehnten unbemerkt in das Regierungsgebäude in Basel-Landschaft eingedrungen, was zu substantiellen Schäden an Holzbalken, Hohlräumen und Hausschwamm führt. Der Landratssaal bleibt voraussichtlich bis nach den Sommerferien 2027 geschlossen, während parallel ein Sanierungskonzept erarbeitet wird.
Regenwasser sickert seit Jahrzehnten unbemerkt ins Regierungsgebäude Undichte Balkonanschlüsse und Hohlräume haben im Landratssaal zu massiven Schäden geführt. Ein Teil der Zerstörung reicht bis kurz nach dem Bau des Gebäudes im Jahr 1779 zurück.und angrenzender Räume deutliche Schäden festgestellt worden.
Wie der Kanton Basel-Landschaft in einer Mitteilung schreibt, zeigen Zwischenuntersuchungen substanzielle Schäden an Holzbalkenköpfen, undichte Balkonanschlüsse sowie Hohlräume, durch die über längere Zeit Regenwasser eindringen konnte. Zudem wurde in zwei Räumen der echte Hausschwamm nachgewiesen. Der Landratssaal bleibt deshalb voraussichtlich bis nach den Sommerferien 2027 geschlossen. Die Schäden betreffen den ältesten Teil des Regierungsgebäudes, der zwischen 1775 und 1779 erstellt und 1834 aufgestockt wurde.
Dort liegen unter anderem das Regierungszimmer und das Vorzimmer, in denen der echte Hausschwamm bisher nachgewiesen wurde. Auslöser der Untersuchungen war, dass sich vor einigen Wochen die 2002 montierte Deckenverkleidung des Regierungszimmers überraschend gelöst hatte. Diese Decke bildet gleichzeitig den Boden des darüberliegenden Landratssaals. Die Ingenieure stellten fest, dass im Bereich der Balkone und Balkontüren des Saals unerwünschte Hohlräume entstanden sind.
Über diese Schwachstellen konnte Regenwasser eindringen. Mehrere Holzbalkenköpfe sind laut Mitteilung verfault, Holzoberflächen nicht mehr intakt. Ein Teil der Schäden geht demnach auf die Zeit kurz nach dem Bau des Gebäudeteils zurück. Von aussen waren sie nicht sichtbar und blieben bis heute unentdeckt.
Das gesamte Schadensausmass an der Deckenkonstruktion werde in den kommenden Wochen noch genauer untersucht. Parallel dazu erarbeite der Kanton ein Sanierungskonzept. Der Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten ist für November vorgesehen. Neben dem Landratssaal bleiben auch das Regierungszimmer und sein Vorzimmer länger nicht nutzbar.
Noch offen ist, ob das Foyer, die Cafeteria sowie drei Sitzungszimmer im zweiten und dritten Stock bereits früher wieder freigegeben werden können. Die Mitarbeitenden der Landeskanzlei und des Generalsekretariats der Sicherheitsdirektion können ihre Arbeit während der Sanierung weiterhin im Regierungsgebäude in Liestal ausführen. Laut Mitteilung sind jedoch kurzzeitige Schliessungen einzelner Büros möglich, etwa aus Sicherheits- oder Lärmschutzgründen.leitet seit Oktober 2025 das Newsdesk der Basler Zeitung. Zuvor war sie als Ressortleiterin von 20 Minuten für das Ressort Basel zuständig.
Sie schloss ihren BA-Abschluss in Deutsch und Geschichte an der Universität Basel ab und arbeitet seit 2012 im Lokaljournalismus.
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