Die Privatkläger um Nicolas Rimoldi ziehen die Berufung zurück. Ameti widmet ihre Papstspende ihrem Ex-Parteichef Jürg Grossen.
Die Privatkläger um Nicolas Rimoldi haben ihre Berufung zurückgezogen. Ameti reagiert mit einer Papstspende und einer Spitze gegen GLP-Präsident Jürg Grossen. Sanija Ameti deutet ihr Strafverfahren rückblickend als eigenes «Stück».
Hier sitzt sie im Juni 2022 vor dem Höllentor beim Zürcher Kunsthaus. Die Privatkläger um Nicolas Rimoldi haben ihre Berufung zurückgezogen, womit das Urteil rechtskräftig ist. Ameti spendete zusätzlich 500 Euro an Papst Leo XIV. als ironischen Kommentar an die Privatkläger. Zwei Fotos auf Instagram lösten eine enorme Empörungswelle aus: Darauf dokumentierte Sanija Ameti im September 2024, wie sie auf eine Abbildung von Maria und Jesus 20 Schüsse abgegeben hatte.
Es folgten Strafanzeigen gegen die damalige GLP-Politikerin, Jobverlust und Morddrohungen. Zwei Jahre lang sorgten die Affäre und ihre Folgen für Schlagzeilen. Nun findet der Fall Auch die Privatkläger um Mass-Voll-Präsident Nicolas Rimoldi haben ihre Berufung zurückgezogen. Damit ist Ametis Verurteilung rechtskräftig.
Das Bezirksgericht Zürich hatte sie wegen Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 50 Franken bei zwei Jahren Probezeit sowie einer Busse von 500 FrankenAmeti hat nach eigenen Angaben zusätzlich zur Busse 500 Euro an Papst Leo XIV. gespendet. Die erklärte Atheistin wolle ihn in seinem Einsatz für christliche Werte unterstützen, sagt sie dem «SonntagsBlick»: «Er hat ‹Remigration› als unchristlich bezeichnet, stellt sich gegen Faschismus und fordert die Einhaltung der Menschenrechte in Gaza.
» Mit der Spende verbindet sie einen ironischen Vorwurf an die Privatkläger: «Ich bin enttäuscht, dass sie sich nicht für die christlichen Werte einsetzen, wie sie es vorgegeben haben. » Auch ihren früheren Parteipräsidenten bezieht sie ein: «Meine Spende habe ich Jürg Grossen gewidmet. » Der GLP-Präsident hatte nach den Schüssen ihren Parteiausschluss gefordert. Rimoldi wiederum verbucht den Ausgang als politischen Erfolg.
«Wir haben Ameti politisch gestoppt, und Mass-Voll wird sich auch künftig gegen alle ‹Feinde der Schweiz› stellen», sagt er dem «SonntagsBlick». Dabei hatte er das Urteil zuvorDie Affäre hatte für Ameti gravierende berufliche und politische Folgen. Sie verlor ihre Stelle bei der Kommunikationsagentur Farner. Im Januar 2025 trat sie aus der GLP aus, womit sie einem laufenden Ausschlussverfahren zuvorkam.
Im November 2025 kündigten sie und Stefan Manser-Egli ihren Rückzug vom Co-Präsidium der Operation Libero an. Ihr einziges politisches Amt war der Sitz im Zürcher Gemeinderat, dem sie zuletzt als Parteilose angehörte. Bei den Wahlen 2026 trat sie nicht mehr an. Nach dem Schuldspruch im Januar inszenierte Ameti ihren öffentlichen Abschied: Vor dem Zürcher Kunsthaus platzierte sie einen leeren Stuhl und einen Teller mit Bratwürsten und verkündete den «Tod der öffentlichen Figur» – gemeint war ihre Rolle als Politikerin.
Dabei sprach sie von politischer Ausgrenzung. An ihr sei ein «Exempel statuiert worden», um Menschen mit denselben ihr zugeschriebenen Merkmalen von politischer Teilhabe abzuschrecken. Auf Instagram deutet Ameti ihr Strafverfahren als ihre eigene Inszenierung. An den Staatsanwalt gerichtet schreibt sie: «Sie sind eine zentrale Figur in meinem Stück.
» Seine Aussagen vor Gericht habe sie dafür gebraucht. Auch Journalistinnen und Journalisten hätten «wenn auch unwissentlich» mitgemacht. An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen..
Darin setzt sie sich mit dem Schweizer Geschichtsbild, der Migrationspolitik und dem Verhältnis zu Europa auseinander. Im August schrieb sie für «Annabelle»Sanija Ameti deutet ihr Strafverfahren rückblickend als eigenes «Stück». Hier sitzt sie im Juni 2022 vor dem Höllentor beim Zürcher Kunsthaus.
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