Weil er die Behörden für ihre Massnahmen gegen das Coronavirus kritisierte, hat die ganze Belegschaft eines Arztes gekündigt. Seine Praxis ist momentan zu.
Einer der Redner bei jener Demo war der Luzerner Facharzt für allgemeine innere Medizin Andreas Heisler, auch in Zürich trat er schon bei einer Kundgebung auf. Seine Kritik an den Massnahmen des Bundes hat nun Folgen: Seine gesamte Belegschaft hat gekündigt.
«Die Mitarbeiterinnen vertreten eine andere Meinung, weshalb sie nicht mehr mit mir arbeiten wollen», sagt Heisler zu . Es handle sich um zwei Ärztinnen und drei medizinische Praxisassistentinnen. Und: «Sie werfen mir vor, die Politik in die Praxis geholt zu haben.» Seine Praxis in Ebikon LU sei deswegen vorübergehend geschlossen.Neben Demo-Auftritten war Heisler etwa auch beteiligt an einem offenen Brief an Bundesrat Alain Berset, in dem mehrere Luzerner Hausärzte die Corona-Massnahmen des Bundes kritisierten. Patienten hätten aus Angst vor einer Ansteckung Termine in Arztpraxen abgesagt: «Warum müssen viele von uns Kurzarbeit anmelden, warum sind unsere Wartezimmer leer und warum stellen wir keine gefährlichen Infektionen fest?», heisst es im Schreiben. Die Lebensqualität würde «in einem nicht akzeptablen Masse» eingeschränkt. Insgesamt habe er drei solche Briefe mitverfasst. So mache er sich etwa gegen Masken stark: «Für mich ist erwiesen, dass die Maske nicht schützt, ausserhalb des Spitals sogar schädlich sein kann. Ich habe bisher keine Studie gesehen, die mich vom Gegenteil überzeugt», sagt Heisler zum Portal weiter. Ein Corona-Skeptiker sei er nicht, sondern sei ein gewöhnlicher Schulmediziner, der dem Wohl seiner Patienten verpflichtet sei. «Darum bin ich Skeptiker der unverhältnismässigen Massnahmen, die ihnen schaden.» Seine Praxis wolle der Arzt Anfang Oktober wieder öffnen. Er habe bereits eine neue Mitarbeiterin gefunden. Diese müsse seine Skepsis nicht teilen, aber seine Haltung in der Sache akzeptieren.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Deutschland meldet weiter steigende Corona-ZahlenDas Robert Koch-Institut in Deutschland gab am Samstagmorgen 2297 neue Coronavirus-Infektionen bekannt. München hat als erste Millionenstadt eine Warnschwelle überschritten.
Weiterlesen »
800 Millionen Dollar Verlust für die Fifa wegen der Corona-KriseDie Coronavirus-Pandemie hat den Fussball im Frühling zum Erliegen gebracht. Das wirkt sich nun auch finanziell auf die Fifa aus.
Weiterlesen »
Verzögerung in Hollywood – Diese Kinofilme und TV-Serien starten wegen Corona späterLänger warten müssen wir auf «Top Gun: Maverick», «Mission Impossible 7» oder «Wonder Woman 1984». Und was ist mit James Bond?
Weiterlesen »
EU-Corona-Zahlen steigen – Die Infektionslage in Spanien und Frankreich spitzt sich zuIn Madrid füllen sich die Intensivbetten mit Covid-19-Patienten, in weiteren Städten Europas nehmen die Infektionszahlen zu. Die Regierungen verschärfen ihre Schutzmassnahmen.
Weiterlesen »
Alain Berset stellte sich gegen Mister CoronaInnerhalb von zehn Minuten entschied sich Gesundheitsminister Alain Berset im März dazu, die Schulen in der Schweiz zu schliessen. Vorausgegangen waren diesem Entscheid unterschiedliche Ansichten über die Lage in der Schweiz.
Weiterlesen »
Anfang der Corona-Krise – Das Virus reiste im Januar durch die SchweizBereits im Januar fuhren infizierte chinesische Touristen durch die Schweiz. Die zuständigen Gesundheitsbehörden erfuhren früh davon, informierten aber nie die Öffentlichkeit.
Weiterlesen »




