Nati-Captain Lia Wälti spricht im Podcast Frauenkabine über ihre schwierige Zeit bei Juventus Turin und die Rückkehr zu Brighton & Hove Albion.
Die Schweizer Nati onalspielerin Lia Wälti hat im Podcast Frauenkabine offen über ihre schwierige Zeit bei Juventus Turin gesprochen. Nach neun Monaten in Italien kehrte die 33-Jährige im Sommer 2025 zu Brighton & Hove Albion zurück, wo sie wieder Freude und Antrieb gefunden hat. Wälti hatte Juventus Turin im Sommer 2025 nach sieben Jahren bei Arsenal verlassen, mit dem Plan, dort bis zu ihrem Karriereende zu spielen. Doch es kam anders: Sie verlor die Freude und das Feuer für den Fussball. Der Nati-Captain sagte, sie habe sich zurückgezogen und sei antriebslos geworden. Abends habe sie oft nicht mehr sagen können, was sie den Tag über gemacht hatte. Nach neun Monaten zog sie die Konsequenz und kehrte nach England zurück.
Wältis emotionale Rückkehr zu Brighton
In Brighton fühlt sich Wälti wieder angekommen. Sie wohnt zentral, nahe am Meer, und hat die Emotionen zurückgewonnen. Sie möchte ihre Karriere mit einem guten Gefühl beenden. Rückblickend bedauert sie, dass sie sich in Italien nicht auf das Umfeld einlassen konnte, obwohl die Menschen nicht das Problem waren. Sie beschreibt, dass man sich in diesem Beruf oft einsam fühlt, weil das Umfeld meist im Fussballclub ist und man zu Hause alleine ist. Wälti sagte, sie sei sehr enttäuscht von sich selbst gewesen, weil sie dem Ganzen nicht richtig eine Chance geben konnte. Sie haderte lange mit sich, obwohl sie alles probierte. Aber es sei schwierig, wenn einen etwas innerlich blockiert. Bei Juventus merkte sie schnell, dass es nicht passte. Es war ein Bauchgefühl, auf das sie sich verlassen konnte. Es stimmten einfach zu viele Faktoren nicht.
Schweizer Nati vor wichtigen Playoffs
Jetzt gilt es ernst für die Schweizer Nationalmannschaft. Anfang Woche bot Trainer Rafel Navarro für die beiden Partien gegen Israel 23 Spielerinnen auf. Das erste Spiel findet am 9. Oktober in Mezőkövesd statt, das zweite am 13. Oktober in Sion. Unter den Aufgebotenen sind die Rückkehrerinnen Alena Bienz und Svenja Fölmli. Die Schweiz muss in den Playoffs die Hürde Israel überspringen, wenn sie weiter von der WM 2027 in Brasilien träumen will. Gelingt der Sieg über Israel, wartet im Dezember die zweite Playoff-Runde. Dort trifft die Nati dann auf Kosovo oder Österreich. Es ist eine entscheidende Phase für das Team, das sich für das Turnier in Brasilien qualifizieren möchte.
Wältis Karriere und Rückblick auf Arsenal
Lia Wälti blickt auf eine bemerkenswerte Karriere zurück. Sie spielte sieben Jahre bei Arsenal und erlebte den Aufstieg des Clubs und des englischen Frauenfussballs von innen mit. Vom Stadion mit 4000 Plätzen bis ins ausverkaufte Emirates, vom Staff mit sechs Personen bis zu rund 30. Am Ende stand der Champions-League-Titel. Besonders war für sie das Spiel gegen Arsenal, also den Club, wo sie sieben Jahre spielte. Sie sagte, es sei ein Traumtag gewesen, alte Weggefährtinnen und Arsenal-Fans zu treffen, die sie freundlich empfingen. Gleichzeitig habe sich mit diesem Spiel ein Kreis geschlossen, den ihr schneller Abgang im Sommer offen gelassen hatte. Wälti ist heute glücklich in Brighton und möchte ihre Karriere mit einem guten Gefühl beenden. Die Erfahrung in Italien hat sie geprägt, aber sie hat wieder Lebensfreude gefunden. Für die Schweizer Nati ist sie weiterhin eine wichtige Stütze, sowohl auf als auch neben dem Platz.
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