Das Schulhaus Leutschenbach in Zürich, einst als architektonisches Meisterwerk gefeiert, musste aufgrund akuter Lärmprobleme umgebaut werden. Die ursprünglich offene Bauweise erwies sich als problematisch, da hunderte Schüler in der Folge zu einem unzumutbaren Lärmpegel führten.
Das Schulhaus Leutschenbach, bei seiner Eröffnung 2009 als architektonisches Meisterwerk gefeiert, musste nach 15 Jahren wegen erheblicher Lärmprobleme umbaut werden. Die offene Bauweise, mit weitläufigen Räumen und fehlenden Trennwände, erwies sich als akustisch problematisch. Hunderte Schüler, die in den Gängen und Treppenhäusern unterwegs waren, verursachten hohe Lärmpegel, die den Schulalltag beeinträchtigten.
Die Stadt Zürich investierte 4,27 Millionen Franken in den Umbau, um die Lärmbelastung zu reduzieren. Zahlreiche Glaswände wurden eingebaut, um die Räume abzugrenzen, und die zentrale Treppe erhielt eine raumhohe Verglasung. Die Schulleitung begrüßt die Veränderungen, da die Lärmschutzmassnahmen den Schulalltag deutlich leiser gestaltet haben. Der ursprüngliche Architekt, Christian Kerez, verteidigt sein Konzept, betont aber, dass die intensive Nutzung des Schulhauses, die seinen ursprünglichen Planungsgrundlagen übertraf, die akustischen Probleme verursachte. Kerez kritisiert die neuen Trennwände und bedauert, nicht in den Umbau einbezogen worden zu sein. Das Hochbau- und Schuldepartement der Stadt Zürich betont, dass das Gebäude inzwischen intensiver genutzt wird als zum Zeitpunkt seiner Planung 2002. Ob die Grundidee eines offenen Designs für ein Schulhaus jemals realistisch war, bleibt dennoch fraglich