Im Gäuer Trinkwasser ist zu viel Nitrat. Der Kanton passt deshalb sein Nitratprojekt an. Bauer Josef Zeltner aus Neuendorf zeigt sich jedoch skeptisch gegenüber den neuen Massnahmen. Er sieht die Landwirte zunehmend in ihrer Arbeit eingeschränkt und stellt die Wirksamkeit der Regelungen infrage.
Trotz der bisherigen Massnahmen ist der Nitratgehalt im Trinkwasser für rund 75’000 Menschen in der Region zwischen Kestenholz und Olten weiterhin zu hoch.Das Trinkwasser im Solothurner Gäu weist nach wie vor zu hohe Nitratwerte auf. Deshalb wird das Nitratprojekt im Kanton Solothurn angepasst. Der «Schweizer Bauer» berichtete über das Projekt, das von den Projektverantwortlichen als schweizweit einzigartiges «Leuchtturmprojekt» bezeichnet wird.
Die Landwirte können zukünftig zwischen drei Varianten wählen: Variante 1 beinhaltet eine Bodenprobe, um den vorhandenen Stickstoffgehalt zu messen. Variante 2 beruht auf einer Schätzung, basierend auf der Vorgeschichte, den Bodeneigenschaften und der Witterung. Wem dies zu aufwendig ist, kann die bisherigen Düngewerte um 10 Prozent reduzieren. Zeltner kritisiert, dass diese Massnahmen den Alltag der Landwirte komplizierter machen würden.
Besonders kritisch sieht Zeltner die praktischen Herausforderungen der neuen Regelungen. Zwei Tage Vorlaufzeit seien notwendig, bevor gedüngt werden könne, da Bodenproben entnommen werden müssten. Sollte es in der Zwischenzeit regnen, könnte der optimale Zeitpunkt für das Düngen verpasst werden, was zu einem geringeren Ertrag führen könne.
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