Bitcoin verliert an einem Tag rund 5 Prozent und rutscht auf 67’890 Dollar ab. Der erste Bitcoin-Verkauf von Michael Saylors Firma Strategy seit 2022 verunsichert Anleger.
ist am Dienstag stark unter Druck geraten. Erstmals seit Anfang April ist der Kurs der grössten Kryptowährung wieder unter die Marke von 70’000 Dollar gefallen und hat die Verluste im Tagesverlauf noch ausgeweitet.
Am Abend notierte der Bitcoin noch bei 67’890 Dollar, was einem Kursrückgang um rund 5 Prozent seit dem Vorabend entsprach. Im Markt wurde zur Begründung unter anderem auf einen Bitcoin-Verkauf derverwiesen. Auch wenn der Verkauf mit rund 2,5 Millionen Dollar relativ gering war, handelte es sich doch um den ersten Verkauf durch Strategy seit 2022. Saylor hatte bisher die Haltung, Bitcoin niemals zu verkaufen.
Das verunsicherte den Markt zusätzlich. Für den Markt sei weniger die Grösse des Verkaufs entscheidend als dessen Signalwirkung, kommentierte der Marktanalyst Timo Emden.
«Für Anleger ist die Transaktion eine Erinnerung daran, dass selbst langjährige Überzeugungen nicht in Stein gemeisselt sind. »weiterhin als Unsicherheitsfaktor auch im Kryptomarkt, so Emden: In solchen Phasen schalteten viele Investoren vom Angriffs- in den Verteidigungsmodus und kehrten riskanten Anlagen den Rücken zu. Bitcoin kämpft zudem seit einiger Zeit damit, wieder in Richtung seines Rekordhochs von über 126’000 Dollar aus dem Oktober zu steigen. Zuvor sah es für den Bitcoin lange gut aus.
Dies unter anderem, weil Trump als sehr Krypto-freundlich gilt und auch seine eigene Kryptowährung lanciert hatte. Belastend hingegen wirken unter anderem Verkäufe von kryptohortenden Firmen, deren Geschäftsmodell zunehmend infrage gestellt wird. Viele Anleger schichten ihr Geld in KI- und Chip-Aktien um, wie Krypto-Experte Michael Rabkin gegenüber erklärt. Hinzu komme eine mögliche allgemeine «Krypto-Ermüdung» mit sinkender Beteiligung von Privatanlegenden und wachsender Unsicherheit über neue Kapitalzuflüsse.
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