Krone Urnäsch schliesst vorübergehend – neuer Pächter gesucht

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Krone Urnäsch schliesst vorübergehend – neuer Pächter gesucht
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Zu hohe Fixkosten und zu wenig Gäste im Winter belasten den Betrieb. Im Frühling soll die Krone mit einem neuen Pächter wieder eröffnen.

Zu hohe Fixkosten im Restaurant, zu wenig Hotel gäste im Winter: Das Hotel Krone in Urnäsch schliesst vorübergehend den Betrieb, um sich neu auszurichten. Im Frühling will es mit einem neuen Pächter wieder eröffnen.

Die «Krone» in Urnäsch schliesst vorübergehend, weil der Hotelbetrieb zu wenig rentiert. Im Frühling soll der Betrieb unter neuer Führung wieder öffnen; gesucht wird ein erfahrener Pächter oder eine erfahrene Pächterin. Walter Nef, Verwaltungsratspräsident der Krone Immobilien AG Urnäsch, bringt die Problematik folgendermassen auf den Punkt: «Der Hotelbetrieb wirft zu wenig Geld ab. » Auf das Jahr verteilt beträgt die Auslastung der insgesamt 30 Zimmer lediglich rund 40 Prozent.

Das reicht nicht aus, um den Gesamtbetrieb rentabel zu führen. Die Mindereinnahmen wurden bislang durch Aktionärsdarlehen ausgeglichen. Eine Analyse eines Beratungsunternehmens aus Cham, das die Besitzerfirma engagierte, zeigt die betrieblichen Schwachpunkte: Die Fixkosten sind zu hoch. Der Gesamtbetrieb sei zu stark auf das personal- und kostenintensive Restaurant ausgerichtet.

Einziger Ausweg aus der finanziellen Misere: Eingreifende, betriebliche Veränderungen. Darum schliesst die «Krone» ihre Tore. Vorübergehend zumindest. Angekündigt ist eine Einstellung des Betriebs ab Ende Oktober.

Die Mietzinseinnahmen aus den Wohnungen würden ausreichen, die noch verbleibenden finanziellen Verpflichtungen zu decken. Im Frühjahr sollen Hotel und Restaurant dann unter neuer Führung wieder eröffnen. Gemäss Nef würden derzeit Gespräche mit einem möglichen, neuen Pächter stattfinden. Weiter dazu äussern, könne er sich aufgrund der laufenden Verhandlungen jedoch nicht.

Mit der Schliessung endet ein weiteres Kapitel in der Geschichte des in Urnäsch zentral gelegenen Hotels. Zuletzt übernahm im Frühjahr 2024 die Besitzerin der Liegenschaft, die Krone Immobilien AG, den Betrieb; das Vertragsverhältnis mit der Säntis Gastronomie AG, welche vorgängig die Leitung innehatte, wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Neue Leitung, aber altbekannte Probleme. Wie Nef angibt, sei die Auslastung der Zimmer vor allem während der Wintermonate schon länger gering.

«Ins Appenzellerland kommt man zum Wandern und um die Ruhe und die Sonnentage zu geniessen. In der kälteren Jahreszeit bleiben die Touristen grossmehrheitlich aus. » In der Krone Immobilien AG fehle aber das Fachwissen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Niemand innerhalb der Besitzerfirma hat gemäss Nef Erfahrungen im Betrieb eines Hotels.

Dieses Manko soll mit einem neuen Betreiber ausgemerzt werden. Im vergangenen Jahr fand der gross angelegte Umbau mit der Erneuerung von sechs Hotelzimmern und dem Bau zweier zusätzlicher Zimmer und sieben Ferienwohnungen seinen Abschluss. Die Küche, der Speisesaal und sechs Hotelzimmer wurden vor sechs Jahren bereits erneuert. Gross waren die Hoffnungen, dass sich die rund 12 Millionen Franken teure Investition auszahlen wird.

Doch: «Es hat sich nicht so entwickelt, wie erhofft», so das Fazit des Verwaltungsratspräsidenten. Der erhoffte Gästeansturm in der Hotellerie blieb aus. Und noch einen Winter mit roten Zahlen wollte man nicht hinnehmen. Eine neue Führung hat die Aufgabe, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen, die Fixkosten zu senken und das Problem der zu geringen Auslastung im Winter zu beheben.

Nef wünscht sich jemanden, der in der Hotelbranche erfahren ist. Denn: «Eine Person, die in der Hotellerie Erfolg hat, schafft es auch, ein Restaurant zu führen. Aber ein erfolgreicher Restaurantbetreiber hat nicht automatisch das Know-how, um ein Hotel zum Rentieren zu bringen. » Der neue Pächter oder die neue Pächterin fände eine vollständig erneuerte Infrastruktur vor.

Sämtliche Bauarbeiten sind abgeschlossen. Und: Er oder sie würde mit neuem Personal starten. Den sieben Mitarbeitenden, die noch in der «Krone» beschäftigt waren, musste aufgrund der Schliessung gekündigt werden. Auch beendet ist die gemeinsame operative Geschäftsführung mit dem Reka Feriendorf.

Eine solche wurde im Frühjahr vergangenen Jahres eingesetzt. Trotz dieses Schritts bleibt die Zusammenarbeit aber bestehen, betont Nef. Beide Betriebe würden auf ihren Webseiten auf das Angebot des andern verweisen. Mehr noch: Das partnerschaftliche Verhältnis soll künftig verstärkt werden.

Wie das aussehen könnte, wird aber erst noch entschieden – und wird auch Teil der Aufgabe des neuen Pächters oder der neuen Pächterin sein. Säntis Gastronomie hört als Betreiberin des Hotel-Restaurants Krone in Urnäsch auf – neuer Gastgeber steht fest Beim Urnäscher Hotel kommt es zu einem Betreiberwechsel. Die Eigentümerin der Immobilie wird den Betrieb vorerst mit Paul Zünd in Eigenregie führen.

Zur besseren Vermarktung der Zimmer: Das Reka-Feriendorf und die Krone Urnäsch erhalten eine gemeinsame Geschäftsführerin Astrid Heinrich leitet ab 1. Juni das Reka-Feriendorf in Urnäsch und das Hotel Krone. Die beiden Betriebe versprechen sich davon einige Vorteile, beispielsweise bei der Einsatzplanung der Mitarbeitenden. Nach dem Verkehrschaos im Vorjahr: So bereitet sich Urnäsch auf den Bauernmarkt vor Der Urnäscher Bauernmarkt zählt zu den grössten Publikumsmagneten im Appenzellerland.

Nachdem der grosse Andrang im vergangenen Jahr zeitweise zum Verkehrskollaps führte, sind die Verantwortlichen für diesen Samstag vorbereitet. Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St. Galler Tagblatt ist nicht gestattet.

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