Nach dem Fund von 250 Kilogramm Kokain vor Sylt suchen Experten weiterhin nach der Herkunft der Drogen. Die Ermittlungen dauern an. Der Zoll verstärkt seine Kontrollen an den Küsten der Nordseeinseln, um die weitere Einfuhr von Drogen zu verhindern.
Sieben Wochen nach dem Fund zahlreicher Kokain -Pakete vor Sylt suchen Experten weiterhin nach deren Herkunft. Die Ermittlungen zu möglicherweise involvierten Beförderungsmitteln und Personen dauern an, teilte eine Sprecherin des Zoll fahndungsamts Hamburg der dpa mit.
Nach den Anspülungen seien die Streifentätigkeiten des Zolls und anderer Dienststellen in den betreffenden Regionen jedoch intensiviert worden, «um die weitere illegale Einfuhr von Betäubungsmitteln zu bekämpfen und Schaden von der Bevölkerung abzuwenden». Seit dem 1. Dezember waren an den Stränden der drei nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr und Amrum insgesamt rund 250 Kilogramm Kokain mit einem Strassenverkaufswert von 10 Millionen Euro entdeckt worden. Das ist deutlich mehr, als bei anderen Funden in der Vergangenheit auf der Urlaubsinsel. Der letzte Fund aus der aktuellen Serie stammt von Anfang Januar, als ein Spaziergänger Päckchen mit insgesamt 25 Kilogramm Kokain am Sylter Strand fand. Die Pakete stammen nach Angaben der Behörden möglicherweise aus einer gescheiterten Übergabe auf dem Seeweg. Die Behörden gehen davon aus, dass die Pakete entweder aus einer gescheiterten Übergabe auf See stammen, oder dass Dealer das Kokain an einem Boot befestigt hatten und es unabsichtlich verloren gegangen sei.An den Küsten von Sylt sind Zollbeamte weiterhin präsent, um die weitere illegale Einfuhr von Drogen zu bekämpfen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben, verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden und bei Funden von Kokain die zuständigen Behörden zu kontaktieren. Auf der grössten deutschen Nordseeinsel sowie an anderen Orten in Schleswig-Holstein ist in der Vergangenheit immer wieder Kokain angespült worden – allerdings deutlich geringere Mengen als jetzt mit rund einer viertel Tonne. Im März 2007 wurden mehrere Rucksäcke mit insgesamt 35 Kilogramm des Rauschmittels am Strand von Sylt gefunden. Der Strassenverkaufswert betrug nach damaliger Auskunft des Zolls rund 1,75 Millionen Euro. Ermittlungen des Zolls ergaben, dass die vor rund 18 Jahren am Sylter Strand entdeckten Kokain-Pakete von Bord eines südamerikanischen Containerschiffes stammten, das auf dem Weg nach Bremerhaven war. Drei Jahre zuvor waren im September 2004 elf Päckchen mit 3,5 Kilogramm Kokain an den nordfriesischen Küsten – darunter auf Sylt, Amrum und Föhr – angespült worden. Am Strand des Nordseebads St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) waren im November 1995 insgesamt 22 Pakete – je rund ein Kilogramm schwer – mit Kokain angeschwemmt worden. Die Kokain-Pakete mit 80 Kilogramm der Droge waren in Rucksäcken verpackt. Zuletzt gab es auch Funde an der Ostsee, wie im Sommer 2024 am Strand von Heiligenhafen in Schleswig-Holstein. Der Schmuggel von Kokain auf der Nordsee ist ein Dauerthema. Immer wieder gehen dabei auch Drogenpakete verloren, etwa wenn Übergaben zwischen Schmugglern auf See scheitern. Die Herkunft des Rauschgifts blieb in vielen Fällen unklar.
Kokain Sylt Drogenhandel Zoll Nordsee Ermittlungen
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
– Jugendliche ausländischer Herkunft und Schweizer gefasstDas gesamte Deliktsgut konnte sichergestellt werden. Das Jugendgericht und die Staatsanwaltschaft haben Untersuchungen eingeleitet.
Weiterlesen »
Erhöhte Arsenwerte in Siedenmoos: Herkunft unklarIn der ehemaligen Deponie Siedenmoos in Hasle wurden erhöhte Arsenwerte festgestellt. Die Behörden betonen, dass das Trinkwasser nicht gefährdet ist, können jedoch die Herkunft des Arsen nicht identifizieren.
Weiterlesen »
Erhöhte Arsenwerte in Hasle: Herkunft unklarErhöhte Arsenwerte an der ehemaligen Deponie Siedenmoos in Hasle sorgen für Aufsehen. Die Behörden betonen, dass das Trinkwasser nicht gefährdet sei, die Herkunft des Arsen jedoch unklar ist.
Weiterlesen »
China weist WHO-Kritik zur Pandemie-Herkunft zurückChina weist die Kritik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hinsichtlich der Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Ursprungs der Covid-19-Pandemie zurück. China betont seine Transparenz und die Bereitstellung von Daten und Gensequenzen des Virus. Die WHO fordert weiterhin volle Kooperation von China, um den Ursprung der Pandemie zu klären.
Weiterlesen »
Kokain-Schmuggler: Ex-Fussballer nach neun Jahren Flucht geschnapptLange wurde der ehemalige Profi-Fussballer Jesús Emilio Díez de Mier von der Polizei gesucht. Nun wurde der Drogenhändler von spanischen Behörden gefasst.
Weiterlesen »
2024 mindestens fünf Tonnen Kokain in deutschen Häfen entdecktIm Jahr 2023 zogen die deutschen Behörden riesige Mengen Kokain aus dem Verkehr. Zuletzt ging die Zahl der grossen Funde deutlich zurück.
Weiterlesen »