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Klima-Aktivisten ketten sich an Fahrräder fest

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Klima-Aktivisten ketten sich an Fahrräder fest
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Lage in Bern spitzt sich zu: Zweite Demo steuert auf Bundesplatz zu, Polizei marschiert in Vollmontur auf.

Der Twitteraccount «Megafon Reitschule Bern» berichtet vom Einsatz von Reizgas, die Teilnehmer der zweiten Demonstration seien von der Polizei eingekesselt worden. Eine Person sei stark vom Reizgas getroffen worden und zu Boden gegangen.

Die Sanität habe eine Person behandeln müssen. Eine Bestätigung der Polizei steht noch aus.Eine zweite Demonstration von Asylsuchenden findet auf dem Kornhausplatz statt. Die Stimmung sei angeheizt. Die Polizei stehe bereit, um Reizgas einzusetzen.Bei der Marktgasse in Bern sind mehrere Tramlinien unterbrochen. Erste Kastenwagen stehen bereits beim Zytglogge bereit. Laut Videoreporter wird die Stadt nun abgeriegelt.Der Gemeinderat Bern befindet sich derzeit in einer Sitzung um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ein Entscheid dürfte im Verlaufe des Nachmittags fallen. In der Zwischenzeit haben sich erste Aktivisten bereits angekettet. Um auf dem Bundesplatz zu bleiben, haben sie diverse Mietvelos organisiert.Fast alle Marktbetreiber haben den Bundesplatz verlassen. Jetzt bauen die Demonstranten ihre Zelte wieder auf. Auch die Absperrung der Zufahrtsstrasse wird wieder angebracht. Mit der aufgebauten Sperre blockieren die Aktivisten die Baustelle an der Schweizer Nationalbank. Einen LKW liessen die Aktivisten trotzdem passieren.Die Marktbetreiber räumen aktuell ihre Stände. Möglicherweise wartet die Polizei, bis die Unbeteiligten den Platz verlassen. Vereinzelt trifft man auf Streikende, die ihr Gepäck bereits gepackt haben. Es scheint, als würden sie den Forderungen Folge leisten und den Bundesplatz verlassen.Die Bundesgasse ist derzeit gesperrt. Die Aktivisten haben sich auf der Strasse verteilt und liegen auf dem Boden. Aktuell ist die Strasse wieder freigegeben und die Öffentlichen Verkehrsmittel können die Strasse wieder passieren.Vor dem Bundeshaus versammeln sich immer mehr Schaulustige, während die Aktivisten «power to the people» skandieren und Plakate in die Höhe strecken.Vor dem Bundeshaus versammeln sich immer mehr Schaulustige, während die Aktivisten «power to the people» skandieren.Die Besetzung des Bundesplatzes durch Klimaaktivisten erhitzt im Parlament weiterhin die Gemüter. Die SVP wollte mit einem weiteren Ordnungsantrag den Druck auf die Stadtberner Behörden erhöhen. Eine knappe Mehrheit lehnte den Antrag am Dienstagmittag aber ab. Mit 90 zu 79 Stimmen bei 16 Enthaltungen scheiterte der Ordnungsantrag von Esther Friedli knapp. Im Gegensatz zum Vorabend stimmten die Fraktionen von FDP und CVP nicht mehr geschlossen für den Antrag, einige enthielten sich der Stimme. «Was wir im Moment erleben, ist ein Trauerspiel. Ich frage mich, ob wir weiterhin in einem Rechtsstaat leben», kritisierte Friedli. Die Aktivisten hätten sich verschiedentlich nicht an Abmachungen gehalten. «Nach der Reithalle hat die Stadt Bern einen zweiten rechtsfreien Raum.»Die Aktivisten gehen davon aus, dass die mögliche Räumung erst im Verlaufe des Nachmittags stattfindet. Dies haben die Verantwortlichen an einem Meeting auf dem Bundeshausplatz mitgeteilt. Die Klima-Aktivisten werden ausserdem für das Verhalten während einer möglichen Räumung geschult. Von den Organisatoren heisst es: «Verweigert die Abgabe von Fingerabdrücken und DNA». Ausserdem sollten die Aktivisten die Aussage verweigern und nur den Namen, das Alter und den Wohnort angeben.Weil trotz eines Ordnungsantrags der SVP der Bundesplatz noch nicht geräumt wurde, bringt SVP-Nationalrätin Esther Friedli einen weiteren Ordnungsantrag vor. Wie der «» schreibt, fordert die Politikerin, dass der Nationalrat Anzeige gegen die Stadt einreicht «wegen Nicht-Durchsetzung der geltenden Rechtsordnung». Ausserdem sollen die Klima-Aktivisten wegen «Verletzung der geltenden Rechtsordnung» angezeigt werden. Die Stadt Bern soll ausserdem die Marktfahrer, die eine grosse Umsatzbusse erleiden, finanziell entschädigen.Eine Marktstandbesitzerin, die normalerweise einen zentralen Platz vor dem Bundeshaus hätte, steht jetzt am Rande des Bundesplatzes. Sie spürt, dass sie weniger verkauft. Allerdings sei auch Ferienzeit. Zur Demo meint sie: «Banken tun auch, was sie wollen, da dürfen sie auch mal, es sei ja eine Ausnahme.»Vom Klima-Camp sind nicht nur die Marktfahrer betroffen. Auch das Gewerbe rund um den Bundesplatz wird beeinträchtigt. Lieferanten können ihre Waren nicht abliefern und es kommt zu Staus in den Strassen.Die Berner Stadtregierung hat den Aktivisten ein Ultimatum bis Mittag gestellt, um den Bundesplatz zu verlassen und auf den 200 Meter entfernten Waisenhausplatz umzuziehen. Der Nationalrat hatte am Montagabend die Auflösung des Camps gefordert, was die Stadt bislang unterliess. In den Sozialen Medien schreiben die Klima-Aktivisten, dass sie nicht vorhaben, den Platz zu verlassen. «Wir sind gekommen um zu bleiben. Heute werden wir Geschichte schreiben», heisst es in einer Mitteilung. Die Organisatoren rufen weitere Aktivisten auf, sich nach Bern zu begeben. «Wenn wir genug Menschen sind, ist es für die Polizei unmöglich, den Platz zu räumen.» Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause hat Verständnis für den Unmut der Marktfahrer auf dem Bundesplatz geäussert. Die Situation sei für sie unbefriedigend, sagte Nause am Dienstagmorgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nur etwa 15 Stände hätten die Marktfahrer auf dem Bundesplatz aufbauen können. Das sei rund die Hälfte dessen, was in Corona-Zeiten üblich sei. Die Marktfahrer befürchteten nun zusätzliche Einbussen durch das Protestcamp. Die Aktivisten hätten «massive» Infrastruktur-Bauten stehen lassen und beanspruchten so weiterhin einen beträchtlichen Teil des Platzes. «Die Marktfahrer sind zurecht sehr unzufrieden», sagte Nause. Die Aufbauarbeiten am frühen Morgen seien von der einen oder anderen Gehässigkeit begleitet gewesen, wofür er Verständnis habe. Laut Nause gab es auch gefährliche Situationen: Für die Marktfahrer sei es nicht einfach gewesen, mit ihren schweren Gefährten auf den Platz zu gelangen, ohne die zum Teil am Boden schlafenden Aktivisten zu verletzen. Das Marktgeschäft ist mittlerweile im vollen Gange. Die Aktivisten begrüssen und verabschieden alle Besucher beim Eingang.Das Gerangel um das Klima-Protestcamp auf dem Bundesplatz geht weiter. Die Aktivisten gaben in der Nacht auf den Dienstag nur einen Teil des Platzes für den Wochenmarkt frei. Die drei grossen Zelte liessen sie stehen, ebenso die mobilen Toiletten. Zunächst konnte nur ein Teil der Marktfahrer ihre Stände aufstellen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Morgen berichtete. Mehrere Marktfahrer waren demnach schon wieder abgereist, weil sie nirgends Platz gefunden hatten. Auf dem Bundesplatz versuchten sich Aktivisten und die Betreiber von Marktständen am Morgen in einer Art Koexistenz. Die Aktivisten hielten sich am Rande des Bundesplatzes auf, viele lagen noch in ihren Schlafsäcken. Die Marktfahrer machten keinen Hehl daraus, dass ihnen die Situation wenig behagt und dass sie Umsatzeinbussen befürchten. In Corona-Zeiten gab es bislang ohnehin viel weniger Marktstände auf dem Bundesplatz. Die Situation war früh morgens sehr angespannt, weil die Fahrzeuge der Marktbetreiber einen Umweg fahren mussten. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Die Aktivisten wirkten etwas überrumpelt und verdrängt, aber sie verhalten sich ruhig.Seit Montag blockieren Aktivisten den Bundesplatz. Am Morgen verschaffte sich Sicherheitsdirektor Reto Nause und Stadtpräsident Alec von Graffenried eine Übersicht.

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