Bundespräsidentin Keller-Sutter und Bundeskanzler Merz wollen die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter stärken.
Beide Länder betrachten den hindernisfreien Handel als Grundlage des gemeinsamen Wohlstands in Europa, teilte Keller-Sutters Finanzdepartement nach dem Gespräch mit. Um die Zusammenarbeit «in diesem und weiteren Bereichen» zu bekräftigen, soll zeitnah eine gemeinsame Erklärung folgen.
KKS sorgt mit Streisand-Zitat für Lacher Box aufklappen Box zuklappen Eine Journalistin wollte an der Medienkonferenz wissen, ob die Schweiz von Deutschland Unterstützung gegen die US-Zölle erwarten kann. Merz liess Keller-Sutter für die Stellungnahme den Vortritt. Darauf sagte Keller-Sutter: «In vermintem Gelände sind alle Männer Gentlemen – nach dem Motto: Ladies first!» Keller-Sutter zitierte damit Barbara Streisand. Damit sorgte sie bei Merz für einen Lacher. Keller-Sutter sagte weiter, die Schweiz werde das Problem selber lösen und habe Trump eine neue Offerte unterbreitet. Unterstützung würde aber natürlich gerne angenommen. Merz erwiderte, er habe sie wirklich nur aus Höflichkeit zuerst sprechen lassen, er hoffe aber, dass die Schweiz die US-Zölle senken könne. Ein weiteres Thema auf der Agenda der Bundespräsidentin und des Bundeskanzlers war die Sicherheit in Europa, hiess es in der Mitteilung weiter. Hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine habe Keller-Sutter erklärt, dass es für die Schweiz wichtig sei, die Suche nach einer Friedenslösung zu unterstützen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich zudem für Genf als Verhandlungsort einer Ukraine-Friedenskonferenz ausgesprochen. Er werde die Stadt beim kommenden Treffen der sogenannten «Koalition der Willigen», der europäischen Verbündeten Kiews, «erneut vorschlagen», sagte Merz. Keller-Sutter sagte ihrerseits, die Schweiz sei bereit, «Gespräche in Genf aufzugleisen und abzuhalten». Die Stadt, in der zahlreiche internationale Organisationen ihren Sitz haben, sei «ideal» für Friedensgespräche. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für Genf plädiert. Merz: EU-Mitgliedschaft der Schweiz nicht auf Tagesordnung Box aufklappen Box zuklappen Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat sich vor dem Hintergrund des Zollkonflikts mit den USA für eine verstärkte Kooperation zwischen Deutschland und der Schweiz ausgesprochen. «Ich wünsche mir eine Zusammenarbeit mit der Schweiz, die so eng wie möglich zwischen der Europäischen Union und der Schweiz ausgestaltet wird», sagte Merz in Berlin nach einem Treffen mit der Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Das Thema einer Mitgliedschaft der Schweiz in der Europäischen Union stehe im Augenblick nicht auf der Tagesordnung. Der christdemokratische Regierungschef sagte, die Schweiz sei ganz besonders betroffen durch sehr hohe US-Zölle. «Umso enger müssen wir in Europa zusammenrücken und zusammenarbeiten.» Die Beziehungen Deutschlands zur Schweiz seien exzellent. Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen hatte eine Mitgliedschaft der Schweiz in der Europäischen Union ins Spiel gebracht. Zuvor hatte der europapolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der sozialdemokratischen SPD, Markus Töns, sich offen dafür gezeigt, die Schweiz als 28. Mitglied der Europäischen Union aufzunehmen. Die Schweizer Bundespräsidentin sagte an der Medienkonferenz weiter, die Neutralität sei in den Schweizern stark verankert. «Das ist ein Identitätsmerkmal der Schweizer Bevölkerung.» Die Schweiz müsse das Problem der Zölle selbst lösen. Keller-Sutter sagte weiter, in Zeiten, in denen Stabilität und Rechtssicherheit nicht mehr selbstverständlich seien, sei es wichtig, dass man sich unter gleichgesinnten Partnern treffe – Partner, die für eine regelbasierte und wertebasierte Ordnung und für offene Märkte einstehen.
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