Julius Bär startet Aktienrückkauf bis 600 Millionen Franken nach Finma-Freigabe

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Julius Bär startet Aktienrückkauf bis 600 Millionen Franken nach Finma-Freigabe
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Julius Bär kauft eigene Aktien für bis zu 600 Millionen Franken zurück. Die Finma genehmigt das Programm nach Abschluss des Signa-Verfahrens.

Die Schweizer Vermögensverwaltungsbank Julius Bär startet ein Aktienrückkauf programm im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken. Die Finanzmarktaufsicht Finma hat das Vorhaben genehmigt, nachdem sie am Dienstag den Abschluss ihres Enforcement-Verfahrens wegen der Verluste im Zusammenhang mit dem zusammengebrochenen Immobilienkonzern Signa mitgeteilt hatte. Die Rückkäufe beginnen in den kommenden Wochen an der SIX Swiss Exchange.

Julius Bär startet Aktienrückkauf an der SIX

Die Aktien werden über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange gekauft. Die Durchführung hängt von den vorherrschenden Marktbedingungen ab. Das Programm erstreckt sich über die kommenden zwölf Monate.

Julius Bär hatte bereits unmittelbar nach der Finma-Entscheidung mitgeteilt, umgehend die Genehmigung für Aktienrückkäufe beantragt zu haben. Die Aufsichtsbehörde lockerte zudem einige während der Untersuchung verhängte Sofortmassnahmen bezüglich Eigenkapital und Liquidität oder hob sie auf.

Finma schliesst Signa-Verfahren ab

Die Finma hat ihr seit fast zwei Jahren laufendes Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär wegen hoher Verluste auf Krediten an den Immobilienkonzern Signa des österreichischen Investors René Benko abgeschlossen. Das teilte die Behörde am Dienstag mit. Gleichzeitig wurden die Sofortmassnahmen gelockert oder aufgehoben.

Julius Bär hatte die Kredite an Signa vergeben, was zu erheblichen Verlusten führte. Die Finma prüfte seitdem die Geschäfte der Bank. Mit dem Abschluss des Verfahrens entfällt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für das Institut.

Neue Kapitalpolitik und progressive Dividende

Gleichzeitig kündigte die Gruppe eine Überarbeitung ihrer Kapitalausschüttungspolitik an. Demnach sollen auch künftig zwischen 40 und 60 Prozent des IFRS-Konzerngewinns ausgeschüttet werden. Ziel sei eine progressive Dividende je Aktie, sofern keine aussergewöhnlichen Ereignisse einträten.

VR-Präsident Noel Quinn wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, die überarbeitete Kapitalpolitik spiegle den stark kapitalgenerierenden Charakter des Geschäfts wider. Überschüssiges Kapital werde an die Aktionäre zurückgeführt, gleichzeitig bleibe die finanzielle Stärke und Flexibilität zur Umsetzung der bestätigten Finanzziele für den aktuellen Zyklus 2026-2028 gewahrt.

Bezüglich der Kapitalisierung verpflichtet sich Julius Bär weiterhin zur Aufrechterhaltung einer soliden Kapitalausstattung mit einer angestrebten Kernkapitalquote (CET1) von 15 Prozent. Per Mitte 2026 lag die CET1-Kapitalquote der Bank bei 18,5 Prozent.

Hintergrund: Signa und die Folgen für Julius Bär

Der Immobilienkonzern Signa des österreichischen Investors René Benko brach zusammen und riss zahlreiche Gläubiger in Mitleidenschaft. Julius Bär gehörte zu den Banken mit erheblichen Kreditengagements. Die Verluste belasteten das Ergebnis und riefen die Finma auf den Plan.

Die Aufsichtsbehörde verhängte während der Untersuchung Sofortmassnahmen, die nun teilweise aufgehoben wurden. Für Julius Bär bedeutet der Abschluss des Verfahrens eine grössere Handlungsfreiheit, auch mit Blick auf die Kapitalrückführung an die Aktionäre.

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