Smit Machchhar hat im Flydubai-Cockpit den Angriff seines Co-Piloten überlebt. Trotz schwerer Verletzungen kämpfte er um die Kontrolle über das Flugzeug. Dann griffen mehrere Passagiere ein.
Youtube/Narendra Modi Smit Machchhar hat im Flydubai-Cockpit den Angriff seines Co-Piloten überlebt. Trotz schwerer Verletzungen kämpfte er um die Kontrolle über das Flugzeug. Dann griffen mehrere Passagiere ein.
Der schwer verletzte Flydubai-Kapitän Smit Machchhar schildert erstmals, wie er sich gegen seinen Co-Piloten wehrte. Zusammenfassung erstellt mit Der Flydubai-Kapitän Smit Machchhar hat erstmals öffentlich über den dramatischen Vorfall an Bord eines Flugzeugs nach Tel Aviv gesprochen. Machchhar wurdeIn einem Videogespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi schilderte Machchhar am Freitag die dramatischen Momente im Cockpit.
«In diesem Moment kämpfte ich um mein Leben», sagte er. Er sei so schwer verletzt gewesen, dass er zu Boden gegangen sei.
«Da dachte ich: Was, wenn ich nicht wieder aufstehen kann? » Der Pilot lag bereits am Boden, als er bemerkte, dass das Flugzeug offenbar an Höhe verlor. Trotzdem versuchte er noch einmal, zur Cockpittür zu gelangen.
«Und in diesem Moment wusste ich: Noch ein letzter Schub, Smit! Tu es einfach. Die Tür ist direkt dort. », berichtete Machchhar.
Selbst in diesem Moment habe sein Angreifer weiter auf ihn eingeschlagen. Schliesslich gelang es ihm, die Tür zu öffnen.
«Dann habe ich sie einfach geöffnet … und dann kamen alle. » Mehrere Passagiere stürmten daraufhin ins Cockpit und überwältigten den Angreifer. Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Machchhar machte deutlich, dass es ihm dabei nicht nur um sein eigenes Überleben ging: «Ich tat das, um mein eigenes Leben zu retten, aber gleichzeitig wusste ich, dass ich nicht zulassen konnte, dass alle anderen sterben. »Premierminister Modi würdigte den Einsatz des erfahrenen Piloten. Dessen «Mut, Geduld and schnelles Handeln» hätten zahlreiche Menschenleben gerettet. Machchhar wird inzwischen in einem Spital in Abu Dhabi behandelt.
Nach der ausserplanmässigen Landung in Saudi-Arabien war er dort zunächst medizinisch versorgt worden. Ein Passagier, der ihm geholfen hatte, berichtete zuvor von einem enormen Blutverlust und schweren Verletzungen. Dieser Mann stoppte den Angreifer im Cockpit – und flog selbst dank TV-Serie Während des Gesprächs mit Modi zeigte sich Machchhar sichtlich bewegt und entschuldigte sich dafür, dass er weinte. Später wechselten die beiden ins Gujarati, die Sprache, die in Modis Heimatregion Gujarat weit verbreitet ist.
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen. Auch seine Familie ist von den Folgen des Vorfalls betroffen. Seine Tochter habe ihn im Spital besucht, sei angesichts seines Zustands jedoch erschrocken.
Sein zweijähriger Sohn habe ihn bislang noch nicht sehen können. Seine Ehefrau erklärte gegenüber CNN News18, die Familie habe ihn bisher nicht nach dem Vorfall gefragt. Man wolle verhindern, dass er durch die Fragen erneut mit den Erlebnissen konfrontiert werde. Der mutmassliche Angreifer, der als Co-Pilot an Bord war, wurde inzwischen von Saudi-Arabien in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht.
Dort laufen Ermittlungen wegen Terrorismus. Ein hochrangiger Vertreter der Emirate bezeichnete den Vorfall als «gefährlicher Terrorakt». Gleichzeitig warnte er vor Spekulationen, solange die Ermittlungen noch laufen. Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu handelt es sich beim Verdächtigen um einen omanischen Staatsbürger.
Die Identität des Mannes wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben. Auch über sein genaues Motiv und die bei dem Angriff verwendete Waffe gibt es noch keine abschliessenden Angaben. Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie YouTube, TikTok oder Facebook. Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Netanjahu sprach von einer möglichen «islamistischen Radikalisierung» des Verdächtigen. Ob Verbindungen zum Iran oder zu anderen Akteuren bestanden, sei jedoch noch unklar. US-Präsident Donald Trump brachte ebenfalls einen möglichen Zusammenhang mit Iran ins Spiel, ohne dafür konkrete Belege zu nennen. Für Machchhar selbst bleibt trotz der schweren Verletzungen vor allem ein Gedanke: Er habe nicht zulassen wollen, dass die anderen Menschen an Bord sterben.
Gegenüber Modi sagte er: «Jetzt, wo Sie mich angerufen haben, bin ich wirklich, wirklich stolz auf mich. Vorher war ich nicht stolz, aber jetzt bin ich es. »
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