Jemen-Krise: Jedes vierte untersuchte Kind ist akut mangelernährt

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Jemen-Krise: Jedes vierte untersuchte Kind ist akut mangelernährt
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134'000 Vertriebene, steigende Cholera-Fälle, 15 tote Kinder – Unicef zeichnet ein erschütterndes Bild der Lage im Jemen.

Jedes vierte untersuchte Kind ist laut Unicef akut mangelernährt Seit August sind laut UNO 134’000 Menschen im Jemen vertrieben worden. Der Unicef-Vertreter schildert die Lage der Kinder in den Flüchtlingslagern.

Mehr als ein Viertel der untersuchten Kinder leidet laut Unicef an akuter Mangelernährung. Die Regierung forderte an der UNO-Vollversammlung einen Stopp der Waffenlieferungen an die Huthi. Die humanitäre Lage im Jemen stürzt Hunderttausende Menschen ins Elend. Die Zahl der Vertriebenen seit August liegt nach Angaben der UN-Organisation für Migration inzwischen bei 134’000.

Mehr als ein Viertel der 2900 Kinder,hat, waren akut mangelernährt, sagt der Unicef-Vertreter im Jemen, Akhil Iyer. Tendenz: steigend. Auch die Zahl der Cholera-Fälle nehme zu. Mindestens 15 Minderjährige seien durch die Kämpfe umgekommen.

Schon vor der jüngsten Eskalation der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz rechneten Hilfsorganisationen mit 2,2 Millionen akut mangelernährten Kindern unter fünf Jahren im ganzen Land, sagt Iyer. Die Vertreibung verschärfe die Situation noch. Unicef versuche, möglichst viele Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu unterstützen, auch in den Gebieten, die von den Huthi kontrolliert werden, sagt Iyer.

«Die Kinder, die ich hier kennengelernt habe, reden nicht über Geopolitik. Sie fragen nach ihrem Zuhause, nach der Schule und nach den Menschen, die sie zurückgelassen haben. Sie fragen, wo sie heute Nacht schlafen werden. »Die Regierung bekämpft seit Jahren die islamistische, vom Iran unterstützte Huthi-Miliz, die seit 2014 den Norden des Landes und die Hauptstadt Sanaa kontrolliert.

Die Miliz eroberte vergangene Woche die Rotmeerküste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Die Regierung rief die internationale Gemeinschaft bei der UNO-Vollversammlung in New York auf, den Zufluss von Waffen und Technologien an die Huthi zu stoppen und die Sicherheitskräfte sowie die Wirtschaft des Landes zu stärken.

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