Iran richtet Siavasch Jamschidi nach Protesten hin

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Iran richtet Siavasch Jamschidi nach Protesten hin
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Der Iran hat Siavasch Jamschidi wegen der Massenproteste zum Jahreswechsel hingerichtet. Menschenrechtler melden mindestens 32 Hinrichtungen und warnen vor weiteren.

Der Iran hat am Morgen einen weiteren Mann im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel hingerichtet. Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt. Die iranische Justiz wirft dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben.

Vorwürfe und Urteil gegen Jamschidi

Die Staatsanwaltschaft stützte sich nach eigenen Angaben auf die Auswertung von Mobilfunkdaten. Diese soll seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Kriegführung gegen Gott, auf Persisch Moharebeh, sowie wegen der Nutzung einer Schusswaffe und Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.

Die Hinrichtung ist Teil einer Serie von Exekutionen, die seit den Protesten zum Jahreswechsel im Iran vollstreckt wurden. Menschenrechtsorganisationen zählen bislang mindestens 32 Männer, die in diesem Zusammenhang hingerichtet wurden. Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights, Mahmood Amiry-Moghaddam, erklärte auf X, dass mindestens 100 weiteren Demonstranten die Exekution drohe.

Menschenrechtslage im Iran

Menschenrechtler werfen den iranischen Behörden vor, Hinrichtungen gezielt zur Abschreckung und politischen Einschüchterung zu nutzen. Die Justiz stützt sich dabei häufig auf dehnbare Straftatbestände wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung. Diese Praxis ermöglicht es, Regierungskritiker mit schweren Anklagen zu überziehen und zum Tode zu verurteilen.

Die Organisation Iran Human Rights dokumentiert seit Jahren die systematische Anwendung der Todesstrafe im Iran. Nach ihren Angaben richtete der Iran im Jahr 2025 mindestens 2.159 Menschen hin. Dies entspricht dem höchsten gemessenen Wert seit 1981. Die Zahl der Hinrichtungen hat damit ein Niveau erreicht, das international Besorgnis auslöst.

Internationale Reaktionen und Ausblick

Die internationale Gemeinschaft hat die jüngsten Hinrichtungen verurteilt. Menschenrechtsgruppen fordern ein Ende der Exekutionen und eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle. Sie sehen in der hohen Zahl der Todesurteile ein Zeichen dafür, dass die iranische Führung jegliche Opposition mit aller Härte unterdrückt.

Die iranische Justiz hat bislang keine weiteren Details zu den laufenden Verfahren gegen mutmaßliche Demonstranten bekannt gegeben. Beobachter gehen davon aus, dass weitere Hinrichtungen folgen könnten, sollten die Behörden an ihrer Linie festhalten. Die Lage im Iran bleibt angespannt, während die Zahl der Todesopfer unter den Protestierenden weiter steigt.

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